Nachrichten_Einzelansicht

Feierstunde im Georg-Büchner-Saal:

Acht Ehrenbriefe, vier Ehrenkreuze

Am Ende der Feierstunde im Georg-Büchner-Saal des Landratsamts stellten sich die Geehrten zum Erinnerungsfoto mit Landrat auf die Bühne. Zu sehen sind (von links): Sven Schmitt, Florian Jäkel, Gabriele Rieken, Arnd Mettin, Kirsten Schork, Hans Joachim Vorndran, Landrat Thomas Will, Alexander Best, Volker Komorni-cki, Giuseppe Italiano, Wilhelm Grund, Walter Hamm und Gerhard Loos. Wilhelm Grund dankte, auch im Namen der übrigen Geehrten, für die Auszeichnung und die Ausrichtung der Feierstunde. Foto: Kreisverwaltung

Volles Haus an festlich eingedeckten Tischen im Georg-Büchner-Saal des Groß-Gerauer Landratsamts: Dort spielte sich am Freitag, 20. Juli, eine Feierstunde ab, bei der engagierte Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Groß-Gerau gewürdigt wurden.


Den Ehrenbrief des Landes Hessen erhielten aus den Händen von Landrat Thomas Will Wilhelm Grund aus Riedstadt, Walter Hamm aus Büttelborn sowie die Mörfelden-Walldorfer Gabriele Rieken, Kirsten Schork, Alexander Best, Giuseppe Italiano, Gerhard Loos und Hans Joachim Vorndran. Außerdem wurden vier Männer mit dem Feuerwehr-Ehrenkreuz für ihre Arbeit ausgezeichnet: Florian Jäkel und Arnd Mettin aus Büttelborn, Volker Komornicki aus Nauheim und Sven Schmitt aus Kelsterbach. Rund 90 Gäste kamen zu der Veranstaltung, die vom  „Duo Tastenstreich“ musikalisch umrahmt wurde.

In seiner Festrede dankte Thomas Will den ehrenamtlich Engagierten. „Freiwilliges Engagement ist etwas, das wir hegen und pflegen und fördern müssen“, sagte der Landrat. Er betonte, dass dies im Kreis Groß-Gerau schon vor vielen Jahren erkannt worden sei und seitdem praktiziert werde – ob mit Ausgabe der Ehrenamtscard, dem Weiterbildungsprogramm „Fit fürs Ehrenamt“, der kostenfreien Zurverfügungstellung von Hallen für Vereine oder der intensiven Unterstützung von Feuerwehr, Katastrophenschutz und Rettungsdienst.

Zur allgemeinen Wertschätzung des Ehrenamts kommt bei der Verleihung von Auszeichnungen die persönliche Würdigung von Aktiven – ob sie sich nun im Gesangverein einbringen, im Obst- und Gartenbauverein, bei Städtepartnerschaften oder in der Politik. „Wer sich verantwortlich zeigt, wer sich zuständig fühlt für das, was um ihn herum in der Welt passiert, und wer sich einbringt mit dem, was er kann – damit auch anderer Menschen etwas davon haben –, der hat eine Auszeichnung verdient“, sagte Landrat Will.

Ob kulturelles, soziales oder politisches Engagement: Es hilft nicht nur Anderen, sondern es gibt auch dem ehrenamtlich Aktiven viel. Denn, so der Landrat, „Erlebnisse machen glücklicher als Besitz. Natürlich spielt Geld dabei auch eine Rolle, das wissen wir alle. Aber es allein reicht nicht. Denn Freunde und Freude lassen sich nicht erkaufen.“ Der lange Atem, den alle nun ausgezeichneten Ehrenamtlichen mitbringen, fand ebenfalls das Lob von Thomas Will: „Genau deshalb sind Sie Vorbild. Sie sind der Beweist dafür, dass es lohnt, sich aktiv einzumischen.“ Die Entscheidungen, die in der Politik, im Verein, im Verband oder in der Kirchengemeinde getroffen werden, haben Auswirkungen auf das alltägliche Leben. Speziell auf den hohen Stellenwert kommunalpolitischen Engagements für die lokale Gemeinschaft wies der Landrat hin in dieser Feierstunde, in der viele Kommunalpolitiker und -politikerinnen geehrt wurden.

Denn Politik ist nicht nur Bundes- und Landespolitik. Sie fängt an der kommunalen Basis an und hat dort große Bedeutung für das Funktionieren der Demokratie: „Schließlich werden in den dortigen Gremien die Weichen für die Zukunftsfähigkeit von Gemeinde, Stadt und Landkreis und damit für die Lebensqualität aller Bürgerinnen und Bürger gestellt,“ sagte Landrat Thomas Will, ehe er die Urkunden überreichte.

 

Die Geehrten:

Landesehrenbriefe

Wilhelm Grund, Riedstadt:
65 Jahre war er in der Sängervereinigung 1858 Goddelau aktiv. Im Rentenalter war Wilhelm Grund Mitbegründer der Gesamtgruppe „Fröhliche Weinrunde“, die bei vielen Festen aufgetreten ist.  Zudem hat er zehn Jahre lang die Schutzhütte des Odenwaldklubs im Goddelauer Wäldchen betreut und war ein Wegbereiter der Verschwisterung Riedstadts mit Brienne-le-Chateau.

Gabriele Rieken, Mörfelden-Walldorf:
Gewerkschaftliche Mitbestimmung und Engagement in der Politik und der Arbeiterwohlfahrt sind für Gabriele Rieken selbstverständlich. Als Stadtverordnete in Mörfelden-Walldorf (von 2001 bis 2006 und von 2016 bis heute) und ehrenamtliche Stadträtin im Magistrat der Stadt Mörfelden-Walldorf (von 2006 bis 2016) strei-tet sie mit Herz und Verstand um Konzepte, um die Stadt weiter zu bringen

Kirsten Schork, Mörfelden-Walldorf:
Als Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses im Kreistag und Mitglied des Kreistags (beides ab 2001) hat sie in der Kreispolitik ein gewichtiges Wort mitzureden. Politisch aktiv ist Kirsten Schork – ebenfalls seit 2001 – zudem in der Stadtverordnetenversammlung Mörfelden-Walldorf. Ihr Engagement erschöpft sich nicht im politischen Bereich. Bühne Möwa und SKG Walldorf sind weitere Felder der Aktivität von ihr.

Gerhard Loos, Mörfelden-Walldorf:
Gerhard Loos arbeitet seit 2001 in der Politik der Stadt mit; Anfang 2017 stieg er wieder in die aktive Politik ein, in die Stadtverordnetenversammlung. Erfahrung und Wissen des pensionierten Ingenieurs Gerhard Loos dürfte jedem politischen Gremien gut zu Gesicht stehen. So freut sich auch der Landrat, dass Gerhard Loos noch als rüstiger Mittachtziger in der Politik in Mörfelden-Walldorf tüchtig mitmischt.

Giuseppe Italiano, Mörfelden-Walldorf:
Auch Guiseppe Italiano ist seit 2001 in der Stadtverordnetenversammlung aktiv. Engagiert war und ist er nicht nur in Partei und Fraktion, sondern auch bei der AWO, beim DRK oder in der Turngesellschaft Walldorf. Ein paar Jahre stand er vor der Wahl als Stadtverordneter dem Ausländerbeirat vor. Aktiv ist Guiseppe Italiano in der Kommission Riedwerke, beim Wasserverband sowie im Pfarrgemeinderat.

Hans Joachim Vorndran, Mörfelden-Walldorf:
Mitglied in der Stadtverordnetenversammlung ist Hans Joachim Vorndran ebenfalls – seit 2001 bis heute. Von klein auf hat ihn Politik interessiert, die soziale Wirklichkeit gestalten, für soziale Gerechtigkeit und generell für Gerechtigkeit streiten, das ist seine Berufung. Früh hat er sich beim Stadtjugendring engagiert, dort war er bis zur Wahl als Stadtverordneter auch für ein paar Jahre Vorsitzender. Der Fortbestand des Vereins für jüdische Geschichte und Kultur liegt ihm am Herzen, ebenso die Weiterentwicklung der Demokratie allgemein.

Alexander Best, Mörfelden-Walldorf:
Seit 2002 ist Alexander Best Mitglied der Stadtverordnetenversammlung, seit vielen Jahren ist er Fraktionsvorsitzender. Begonnen hat er seine politische Laufbahn in der Jugendorganisation seiner Partei. Die gewachsene Vielfalt in der Stadt zu erhalten und zu fördern, sieht er als wichtige Aufgabe. Als Mensch, der für Demokratie, Mitbestimmung und humanistische Werte streitet, ist er ein Vorbild.

Walter Hamm, Büttelborn:
37 Jahre Vorstandsarbeit, davon 23 Jahre Erster Vorsitzender – das ehrenamtliche Engagement von Walter Hamm kann sehen lassen: Seit 1972 gehört er dem Obst- und Gartenbauverein Büttelborn an. Er war und ist dort eine Institution, hat alle Vereinsehrungen erhalten. Nun erhält er folgerichtig den Landesehrenbrief.

Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze

Arnd Mettin, Worfelden:
Arnd Mettin trat am 1. Januar 1986 in die Einsatzabteilung Witzenhausen ein. Als technischer Amtmann der Staatlichen Feuerwehrschule wechselte er 1990 in die Berufsfeuerwehr Würzburg. Seit Mai 1999 ist er in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Worfelden. Die ersten Führungsaufgaben übernahm er dort als Gruppenführer schon von Beginn an. Die Führung unterstützte er in den Jahren 2001 bis 2009 als stellvertretender Gemeindebrandinspektor. In der überörtlichen Ausbildung ist Arnd Mettin seit vielen Jahren als Kreisausbilder in der Truppmann-I-Ausbildung tätig.

Sven Schmitt, Kelsterbach:
Sven Schmitt trat am 1. Oktober 1988 der Jugendfeuerwehr Kelsterbach bei, der er bis zum Oktober 1995 angehörte. Direkt im Anschluss wechselte er in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Kelsterbach, der er bis heute als Aktiver angehört. Die Funktion als Gruppenführer übte er vom 16. Oktober 2004 bis Januar 2007 aus. Seit dem 1. Februar 2007 ist er in der Funktion des stellvertretenden Stadtbrandinspektors in Kelsterbach tätig.

Florian Jäkel, Büttelborn:
Florian Jäkel trat 1988 der Jugendfeuerwehr in Büttelborn bei. Ihr gehörte er bis 1993 an. Danach wechselte er in die Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Büttelborn, der er bis heute als Aktiver angehört. 1999 begann er seine Funktion als Jugendfeuerwehrwart bei der Jugendfeuerwehr in Büttelborn. Die Dienststellung als Zugführer bekleidet er seit 2000. In der Funktion des Wehrführers steht Jäkel seit 2010, mit einer zweijährigen Unterbrechung, bis heute. Seit 2001 ist er Kreisausbilder Truppmann/Truppführer.

Volker Komornicki, Nauheim:
Volker Komornicki trat am 1. Februar 1973 in die Einsatzabteilung Nauheim ein. Dort übernahm er rasch Führungsfunktionen, so als Gruppenführer von 1992 bis 2000. Neben seinen Funktionen in der Feuerwehr hat er sich, der die Qualifikation zum Zugführer erreicht und viele Sonderausbildungen absolviert hat, bereits früh der überörtlichen Ausbildung verschrieben. In der Kreisausbildung ist er seit 1997 und somit bereits seit mehr als 20 Jahren für die Maschinisten-Lehrgänge verantwortlich.

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
64521 Groß-Gerau

06152 989-0
Fax: 06152 989-133
info@kreisgg.de