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Fachtag der Kreisjugendförderung

Kinder- und Jugendbeteiligung als gemeinsame Aufgabe

KREIS GROSS-GERAU – Die Kreisjugendförderung arbeitet seit vielen Jahren und in unterschiedlichen Formen daran, Partizipation von Kindern und Jugendlichen anzuregen und zu fördern: in Arbeitskreisen, durch Vernetzung, bei Fachveranstaltungen für die Entscheidungsträger und Seminaren für Kinder und Jugendliche. Dies dient auch der Unterstützung der örtlichen Beteiligungsformen. 

Basierend auf dem Kreistagsauftrag, Kinder- und Jugendbeteiligung in den Städten und Gemeinden des Landkreises, aber auch auf der Kreisebene voranzubringen, veranstaltete die Kreisjugendförderung Groß-Gerau am 11. März 2021 einen Online-Fachtag mit dem Thema „Kinder- und Jugendbeteiligung als gemeinsame Aufgabe der Kommunen und des Kreises – Gestaltung eines Arbeitsbündnisses“. Eingeladen waren die Fachkräfte der kommunalen Jugendförderungen im Kreis Groß-Gerau. 

Mit diesem konstruktiven Austausch über mögliche Formen der Zusammenarbeit zwischen der Kreisjugendförderung und den kommunalen Jugendförderungen wurde erfolgreich der erste Schritt getan, gemeinsam und kreisweit Kinder- und Jugendbeteiligung voranzubringen. Moderiert wurde die vierstündige Veranstaltung von Alexander Fiedler, als pädagogischer Mitarbeiter bei der Kreisjugendförderung seit September 2020 zuständig für den Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung. 

Nach einem Input wurden in virtueller Kleingruppenarbeit gemeinsam Ideen und Bedarfe ausgetauscht. „Das war echt spannend und wertvoll, wir konnten sehr intensiv miteinander ins Gespräch kommen“, heißt es aus dem Kreis der Teilnehmenden. Kinder- und Jugendbeteiligung sei in der Kommunalpolitik ein immer wiederkehrendes Thema. Oft würden dann nur Ideen für institutionalisierte Formen, wie beispielsweise Kinderparlamente, in den Raum gestellt. „Es wäre aber mal eine gute Sache, wenn die Politik sich dafür interessierte, was wir in den Jugendförderungen unter Kinder- und Jugendbeteiligung verstehen und für realistisch halten“, so eine teilnehmende Fachkraft. Denn eine ernstgemeinte Beteiligung brauche vielfältige Formen und keine Blaupausen: „Sie verlangt den örtlichen Zuschnitt, die Bereitschaft, Macht zu teilen und die Verbindlichkeit, Zugesagtes in einem überschaubaren Zeitrahmen auch umzusetzen.“ 

Alexander Fiedler stellte unterschiedliche Unterstützungsmöglichkeiten des Kreises vor - beispielsweise die Organisation von Arbeitskreisen, E-Partizipation, die individuelle Beratung und Begleitung vor Ort oder auch einen „Wissen-Wie-Zirkel“.

Trotz der großen Unterschiede der Städte und Gemeinden im Kreis war es für die am Fachtag Teilnehmenden interessant zu sehen, dass viele Jugendförderungen einem sehr ähnlichen Punkt stehen. Die Fachveranstaltung stellte einen gelungenen Auftakt für ein enges und produktives Arbeitsbündnis zwischen der Kreisjugendförderung und den kommunalen Jugendförderungen dar, um Kinder- und Jugendbeteiligung gemeinsam auf fachlich fundierte Beine zu stellen. 

Für weitere Informationen steht die Kreisjugendförderung Groß-Gerau zur Verfügung: Alexander Fiedler, 06152 989-84194, jf@kreisgg.de.

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