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Dr. Petruţa Tătulescu ist neue Geschäftsführerin:

Mit Elan im TIGZ am Start

Mit ausreichend Abstand, den die Vorsicht in Corona-Zeiten gebietet, begrüßten sich Dr. Petruţa Tătulescu, die neue Geschäftsführerin der TIGZ GmbH, und Landrat Thomas Will in dessen Büro. (Foto: Kreisverwaltung)

KREIS GROSS-GERAU – In eine spannende Zeit des Umbruchs und der Herausforderungen durch die Corona-Pandemie fällt der Wechsel an der Spitze der Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum (TIGZ) GmbH. Seit dem 1. Januar 2021 führt dort Dr. Petruţa Tătulescu die Geschäfte. In dieser Woche machte sie ihren Antrittsbesuch bei Landrat Thomas Will in Groß-Gerau. „Ich bin mit viel Elan gestartet, vielfältige Themen und Aufgaben stehen an“, sagte sie im Gespräch mit Thomas Will und Margit Kühner, der Fachdienstleiterin Wirtschaft bei der Kreisverwaltung. Ob es die Erstgespräche mit den Mitarbeitenden im Haus und mit den Gesellschaftern sind, die weitere Digitalisierung, Akquise oder die geplante Umgestaltung der TIGZ-Homepage: Arbeit wartet genug auf die neue Geschäftsführerin.

Geboren und aufgewachsen in Rumänien, studierte Dr. Petruţa Tătulescu deutsche und englische Literatur- und Sprachwissenschaft an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, wo sie im Jahr 2016 promovierte. Zudem hat sie einen Abschluss in Strategic Management von den Open Universities of Australia (2013).

Ihre berufliche Laufbahn fing bei der SAP SE in Walldorf an. Nach einem dreijährigen Aufenthalt als Assistant Professor am Trinity College Dublin kehrte Dr. Tătulescu in ihre Wahlheimat Deutschland zurück. Dort lagen ihre Tätigkeitsschwerpunkte in der langjährigen Beratung zahlreicher Konzerne und Start-Ups.

„Ich bin es von den bisherigen Jobs gewöhnt, operativ mit einzusteigen“, sagte sie im Gespräch mit dem Landrat. Das wird bei der Arbeit nach innen wie nach außen von Vorteil sein. Das TIGZ will Petruţa Tătulescu mit besonderem Augenmerk auf klimaneutrales Wirtschaften, Nachhaltigkeit und Mobilität führen und damit auch neue Geschäftsfelder eröffnen, erklärt sie. Außerdem ist sie bestrebt, „die Vernetzung voranzutreiben“. Dabei ist die aktive Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Kreises Groß-Gerau und Ansprechpartnerin Margit Kühner ein wichtiger Baustein. Darüber hinaus kooperiert die TIGZ GmbH sowohl mit den Wirtschaftsförderungen der umliegenden Städte als auch mit den Hochschulen aus der Region.

Starke Partner - wie der Kreis Groß-Gerau, die Stadt Ginsheim-Gustavsburg, die Kreissparkasse Groß-Gerau, die Rüsselsheimer Volksbank e.G. und die Volksbank Mainspitze e.G. - erleichtern Gründern, die sich im TIGZ ansiedeln, den Einstieg und die Expansion. Die kurzen Wege ziehen viele Gründungswillige aus der Region an; gleichzeitig hilft die TIGZ GmbH durch die Mitgliedschaft im Bundesverband deutscher Innovationszentren bei der bundesweiten Vernetzung und ist Tor zur Welt durch regelmäßige Kontakte zu Gründerzentren im Ausland.

Zwar musste auch das TIGZ, bedingt durch die Corona-Krise, Rückgänge in der Mieternachfrage verzeichnen. Aber, und darin sind sich Landrat Thomas Will und Dr. Petruţa Tătulescu einig: „Viele Menschen erfinden sich und ihre Geschäftsidee gerade neu, sehen auch Chancen in der Phase der Unsicherheit. Einige Neuerungen aus der Corona-Zeit, wie zum Beispiel vermehrte Online-Angebote von Unternehmen, werden sicherlich überdauern. In jedem Fall werden wir eine Heimat für Gründerinnen und Gründer bleiben.“ Und der Kreis wird dabei unterstützen, so gut er kann. Das TIGZ blickt zuversichtlich nach vorn, denn auch im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Neugründungen im Bundesvergleich auf dem starken Vorjahresniveau von 2019 geblieben.

In der über 20-jährigen Geschichte der Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum GmbH haben zahlreiche Unternehmen in der Ginsheimer Straße 1 in Ginsheim-Gustavsburg ihre Heimat gefunden. Zurzeit arbeiten 53 im TIGZ. 15 davon gehören der Bauingenieur- und Immobilienbranche an (28%), 14 der Kreativwirtschaft (26%), 13 Unternehmen beschäftigen sich im Beratungs- und Dienstleistungssektor (25%) und elf sind im Bereich IT (21%) angesiedelt.

Das TIGZ-Gebäude blickt auf eine bewegte Geschichte zurück: Es wurde als Verwaltungsgebäude der MAN Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg im Jahr 1900 errichtet und steht heute als grandioses Werk der Industriekultur unter Denkmalschutz. Die 4000 Quadratmeter Innenfläche sind dem Stand der Technik entsprechend mit Kommunikations- und IT-Technik ausgestattet. Die Büroflächen lassen eine flexible Skalierbarkeit zu, die Konferenzräume und Teeküchen laden zur Vernetzung innerhalb und außerhalb der Kernmieterschaft ein. Eine der wichtigsten Säulen des Unternehmenserfolgs, insbesondere in der Gründungsphase, ist die fundierte Beratung, die im TIGZ und für die Mieter dort kostenfrei angeboten wird.

Weitere Informationen erteilt Geschäftsführerin Dr. Petruţa Tătulescu unter Telefon 06134 557-101; E-Mail tatulescu@tigz.de www.tigz.de.

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