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Corona-Impfungen im Kreis beginnen

Start im Altenpflegeheim An der Fasanerie in Groß-Gerau

Die erste Impfung gegen COVID-19 erhielt im Kreis Groß-Gerau Erwin Neumann, der im Altenpflegeheim An der Fasanerie lebt. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Reger Betrieb herrscht im Groß-Gerauer Altenpflegeheim An der Fasanerie am Sonntagmorgen, und das aus gutem Grund: Ein mobiles Impfteam trifft dort zusammen, um die ersten Menschen im Kreis Groß-Gerau gegen COVID-19 zu impfen; die nötige Folgeimpfung wird es in genau drei Wochen geben. Rund 50 Bewohnerinnen und Bewohner sowie 35 Mitarbeitende des Heims haben sich in den vergangenen Tagen nach erfolgter Aufklärung bereiterklärt, sich impfen zu lassen. Weitere werden folgen und an der freiwilligen Impfaktion teilnehmen, sagt Einrichtungsleiter Thomas Seif, der angesichts der intensiven organisatorischen Vorbereitungen auf den Impftag in seinem Haus von einem „mal ganz anderen Weihnachten“ spricht.

Bundesweit starteten die Impfungen am Sonntag. Am Samstag waren die ersten 125 Impfdosen im Impfzentrum neben der Martin-Buber-Schule angekommen. Am Montag (28.) folgen rund 500 weitere und zwei Tage darauf noch einmal mehr als 600, so viel steht bereits fest. Begonnen wird überall in Alten- und Pflegeeinrichtungen, die natürlich jeweils coronafrei sein müssen, wie Heiko Hahnenstein von der mfs Rettungsdienst gGmbH sagt, die das Groß-Gerauer Impfzentrum im Auftrag des Kreises betreibt. Die mobilen Teams bestehen in der Regel aus fünf Personen: Apotheker und Pharmazeutisch-technischer Assistent, Ärztin und medizinische Assistenz sowie eine Verwaltungskraft.

Landrat Thomas Will, der tags zuvor den Impfstoff mit in Empfang genommen hat, ist auch an diesem Morgen dabei, um kurz mit den ersten Impflingen zu sprechen und allen Beteiligten seinen Respekt zu zollen: „Corona ist Neuland für alle. Dank unserer qualifizierten Teams werden die Impfungen im Kreis, ob in Heimen oder später im Impfzentrum, ganz schnell zur Normalität werden. Und wir werden auf diese Art hoffentlich nach und nach der Pandemie Herr werden können.“

Während an diesem Morgen noch letzte Dinge zu Impfbescheinigungen und Dokumentation der Impfungen geklärt werden, Ärztin Dr. Roxana Sauer und Impfzentrumsleiter Andreas Franz sich über IT-Fragen austauschen, mixt Apotheker Fritz Klink aus der ersten kleinen Dose mit dem Impfstoff, die er gerade aus der Kühlbox genommen hat, genau nach Anleitung die Flüssigkeit für fünf Spritzen. Das Mixen – in der Fachsprache die Rekonstitution – dauert ungefähr fünf Minuten. „Wenn dann der Impfstoff zusammen mit der isotonischen Kochsalzlösung in der Spritze ist, hat man eine Stunde Zeit, ihn zu verimpfen“, erklärt Fritz Klink und bringt die Spritzen in den Impfraum. Und dann geht alles ganz schnell: Der 96 Jahre alte Erwin Neumann erhält die erste Impfung.

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