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Corona-Ausbruch in Gemüsebetrieb

Kreisgesundheitsamt berichtet von aktuell 31 Fällen

KREIS GROSS-GERAU – In einem Büttelborner Gemüsebetrieb ist eine größere Zahl von Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Aktuell sind insgesamt 31 Mitarbeitende betroffen. Das teilt das Kreisgesundheitsamt mit. Von der ersten infizierten Mitarbeiterin des Betriebs hatte die Behörde, nachdem der Abstrich gemacht worden war, tags darauf, am 16. Februar Kenntnis. Das hatte weitere Testungen im betrieblichen Umfeld der Frau zur Folge. Elf Menschen aus dem Bürobereich sind demnach Corona-positiv, außerdem 20 Erntehelfer*innen aus Osteuropa. Getestet wurden mittlerweile 109 Personen; möglicherweise steigt die Zahl der Infizierten in den kommenden Tagen weiter, denn es fehlen noch ein paar Befunde. 

Das Gesundheitsamt vermutet, dass sich die Erntehelfer*innen bei einer Informationsveranstaltung des Betriebs für 65 Neuankömmlinge angesteckt haben. Die Behörde bescheinigt der Geschäftsführung eine gute Kooperation, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen. Der Geschäftsführer habe veranlasst, dass die gesamte Wohncontaineranlage des Gemüsehofs abgeschottet ist. Auch um die Versorgung der Infizierten mit Lebensmitteln kümmere sich der Arbeitgeber. 

Neben den Tests hat das Gesundheitsamt veranlasst, dass alle betroffenen Menschen in 14-tägige Quarantäne gehen und sich isolieren. Nachdem der erste Fall aufgetreten war, habe es auf dem Betriebsgelände eine Kontrolle durch das Gesundheitsamt gegeben. Dabei sei „alles vorbildlich“ gewesen, wie Ute Kepper, stellvertretende Leiterin des Kreisgesundheitsamts, sagt. Die Doppelzimmer in den Containern seien zumeist nur von einer Person bewohnt; nur Paare, die ebenfalls unter den Erntehelfern sind, belegten die Räume zu zweit. Alle Mitarbeitenden erhielten Schutzmasken.

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