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Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf:

Feierliche Übergabe

Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (rechts) übergab bei einer Feier in Frankfurt die Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege an den Ersten Kreisbeigeordneten Walter Astheimer. Mit beim Termin dabei war Stefanie Steinfeld von Eldercare-Steinfeld. Bei der Veranstaltung mit den Initiatoren der Charta – dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, der AOK – Die Gesundheitskasse in Hessen, der berufundfamilie Service GmbH und dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. – nahmen weitere 37 Unternehmen die Charta entgegen. Foto: Angela Joost

KREIS GROSS-GERAU – Die hessische Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist vor wenigen Tagen in Frankfurt an den Kreis übergeben worden. Erster  Kreisbeigeordneter Walter Astheimer erhielt die Urkunde aus den Händen von Sozialminister Stefan Grüttner.  Landrat Thomas Will begründete die Unterzeichnung mit folgenden Worten: „Infolge des demografischen Wandels ist die Anzahl der pflegenden Beschäftigten in der Kommunalverwaltung ansteigend. Unterstützende personalpolitische Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege werden daher immer notwendiger. Gleichzeitig hat die Kommune die Aufgabe, Handlungsfelder und Strukturen zu entwickeln, die die Teilhabe, Lebensqualität und Selbstbestimmung der hilfe- und pflegebedürftigen Menschen ermöglichen. Somit ist die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sowohl ein fachbereichsübergreifendes Thema in der Verwaltung, als auch ein handlungsfeldübergreifendes Thema der seniorenpolitischen Leitlinien. Mit der Unterzeichnung der Charta setzt der Kreisausschuss Groß-Gerau ein Zeichen, um die Wichtigkeit dieser Ziele zu unterstreichen“.  

Die Charta zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf wurde im Rahmen der hessischen Initiative „Beruf und Pflege vereinbaren“  des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration entwickelt und stellt ein nach außen sichtbares Zeichen dafür da, die pflegenden Beschäftigten in einer Behörde bei ihrer verantwortungsvollen und nicht selten belastenden Aufgabe zu unterstützen.

Mit der Unterzeichnung gehört der Kreis Groß-Gerau einem Netzwerk von bisher 174 Charta-Unterzeichnern mit insgesamt 320.000 Beschäftigten an, die aus so  unterschiedlichen Branchen wie Industrie, Banken, Handwerksbetrieben und eben auch Verwaltungen kommen.  

Das immer wichtiger werdende Thema der Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in der Kreisverwaltung Groß-Gerau  erhält damit einen offiziellen Rahmen und unterstützt die Enttabuisierung und Würdigung der Übernahme von Pflegeaufgaben durch die Beschäftigten. Gefördert werden eine pflegesensible Organisationskultur, ein lösungsorientierter Umgang mit der Situation pflegender Beschäftigter und der interne und externe Dialog bei allen Organisationen im Kreis. 

Mit dem  Votum des Altenhilfebeirats vom 27. April 2017 wurde in der Kreisverwaltung bereits ein Umsetzungskonzept für unterstützende Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Pflege entwickelt. Das Konzept enthält folgende Bestandteile: Schulung der Sozialberater/innen der Beratung- und Koordinierungsstellen für ältere und pflegebedürftige Menschen sowie der Pflegestützpunkte (PSP);  Qualifizierung eines innerbetrieblichen Ansprechpartners – des „Pflege-Guides“ – für die pflegenden Beschäftigten in der Verwaltung; Erstellung einer Pflegeinfomappe für pflegende Beschäftigte als erste Orientierung; regelmäßige Artikel und Informationen zum Thema im Newsletter der Wirtschaftsförderung.
Außerdem gibt es eine Seminarreihe für pflegende Beschäftigte der Kreisverwaltung in Kooperation mit dem Büro für Chancengleichheit, Altenhilfeplanung, Pflegestützpunkt und dem Netzwerk Demenz. Auch wurde in Kooperation mit Wirtschaftsförderung, PSP, Büro für Chancengleichheit und Altenhilfeplanung eine Infobroschüre für Arbeitgeber entwickelt.

All diese Maßnahmen werden bereits umgesetzt und kontinuierlich weiterentwickelt.

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