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Blumen am Valentinstag

EKBO Astheimer gratuliert Eleonore Ittner zum 102. Geburtstag

Blumen für das Geburtstagskind: Eleonore Ittner aus Ginsheim feierte jetzt ihren 102. Ge-burtstag. Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer kam zum Gratulieren.

KREIS GROSS-GERAU – „Ach, so schöne Blumen“ – Eleonore Ittner lächelte, als der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer am Dienstag bei ihr in Ginsheim mit einem farbenfrohen Blumenstrauß auftauchte. Zum 102. Geburtstag überbrachte er just am Valentinstag die Grüße und Glückwünsche des Kreises Groß-Gerau. Astheimer nahm sich ein bisschen Zeit, um mit der Dame und ihren Angehörigen zu plaudern.

 In der Tat sieht man der Jubilarin das hohe Alter nicht an. Noch heute wohnt „Ella“, wie sie von allen genannt wird, im Haus ihrer Schwiegereltern in Ginsheim, in das sie 1939 eingezogen war. Bis 1969 hatte sie zusammen mit ihrem Mann, der 1991 starb, die Mühle im alten Ginsheimer Ortskern betrieben. „Sie nimmt noch regen Anteil am Familienleben und umgekehrt“, berichtete die Tochter Ursel Dürr. Drei Töchter, eine ist inzwischen gestorben, sechs Enkel, zehn Urenkel gehören zur Familie.

 Geboren wurde Eleonore Ittner in Gustavsburg als Tochter einer Metzgerfamilie. Sie ging in Mainz aufs Gymnasium und war eine begeisterte und begabte Sportlerin. Früh machte sie zudem den Führerschein. Während des Krieges, als ihr Mann, der Ginsheimer Müller Hans Ittner, eingezogen war, fuhr sie die Mühlen-Produkte aus. Das ist lange her, doch das Langzeitgedächtnis der Mutter, berichtet Tochter Ursel Dürr, funktioniere noch ganz gut. „Mutter sagt häufig zu mit: Erzähle mir mal, was es Neues gibt“, sagte sie. „Das interessiert sie noch immer brennend.“

 Natürlich seien die 102 Jahre nicht spurlos an der Jubilarin vorbeigegangen, berichtete die Tochter. „Doch insgesamt sind wir sehr zufrieden. Oma Ella wird von Angehörigen der  Familie auch gut und sehr liebevoll betreut.“ Den Einzug in den Club der Hundertjährigen hat Eleonore Ittner vor zwei Jahren übrigens im Ginsheimer Bürgerhaus groß gefeiert. Da habe man sehen können, so schrieb die lokale Presse, dass das familiäre Glück der Ginsheimerin wirklich hold gewesen sei. Und in Gesellschaft fühlt sie sich nach wie vor sehr wohl. „Sie wollen schon fort“, rief Eleonore Ittner dem Kreisbeigeordneten zu, als er sich nach einer Weile von ihr verabschiedete und zupfte dabei leicht an seinem Ärmel. „Ich komme nächstes Jahr wieder“, versprach er ihr.

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