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Blick auf die Natur im Winter:

Tiere möglichst wenig stören

KREIS GROSS-GERAU – Nur wenige Tierarten sind während der kalten Jahreszeit draußen zu beobachten. Amphibien, Schmetterlinge oder auch Fledermäuse sucht man derzeit vergeblich. Andere Arten wie Feldhasen oder Eichhörnchen zeugen im Januar dagegen schon die „Generation 2018“. Doch wie verbringen die verschiedenen Arten das Winterhalbjahr?  Darüber informiert die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Groß-Gerau.

Viele Amphibienarten, darunter zum Beispiel Teichmolch, Grasfrosch und Erdkröte, suchen im Winter frostsichere Verstecke wie Stein- oder Laubhaufen oder auch verlassene Nagerbauten an Land auf. Ihre Körper passen sich der Umgebungstemperatur an und fallen in eine Winterstarre. Somit können die Tiere selbst aktiv nichts für ihren Wärmehaushalt tun. In Verstecken harren sie in der Starre aus, bis die Temperaturen wieder steigen und sie in ihre Laichgewässer zurückkehren.

Laub- oder Gestrüpphaufen werden auch von anderen Tierarten gern als Winterquartier genutzt. So sucht der Igel mit Vorliebe einen Haufen aus Totholz, Reisig und Laub für seinen Winterschlaf auf. Während des Winterschlafs senken die Tiere ihre Körpertemperatur und regeln Atmung und Herzschlag herab. Daher können die schlafenden Tiere bei Störungen nicht fliehen. Einmal im Garten geschaffene Unterschlupfe sollten somit während des Winterhalbjahrs nicht mehr umgesetzt werden.

Viele Säugetiere wie Fledermäuse oder Siebenschläfer sind ebenfalls echte Winterschläfer. Sie senken ihre Körpertemperatur und alle Körperfunktionen drastisch herab.

Sechs Schmetterlingsarten überwintern in Deutschland als vollständig entwickelter Falter. Zu diesen sechs Arten zählen zum Beispiel das Tagpfauenauge und der Zitronenfalter. Sie  suchen Baumhöhlen, Keller oder Schuppen zum Überwintern auf. In den Verstecken fallen sie in eine Winterstarre. Als besonders kälteresistent erweist sich der Zitronenfalter. Der Falter produziert eine Art körpereigenes Frostschutzmittel und lagert es in seinen Körperzellen ein. So schützt er sich vor dem Erfrieren und kann Temperaturen bis minus 20 Grad überstehen.

Für alle Winterruhe oder -schlaf haltenden Tiere gilt, dass sie während der kalten Jahreszeit so wenig wie möglich gestört werden sollten. Jedes Aufwachen kostet die Tiere wertvolle Energie und reduziert ihre Chancen zu überleben, da Reserven vor Frühlingsbeginn aufgebraucht werden könnten.

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