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Besserer Schutz vor Infektion

Mund-Nase-Bedeckung kann Ansteckungsrisiko verringern

KREIS GROSS-GERAU – Ab Montag (27.) gilt die Maskenpflicht in Hessen für alle, die sich mit dem Öffentlichen Personennahverkehr fortbewegen und die in Einkaufsläden gehen. Genauer gesagt, geht es um die Pflicht, eine Mund-Nase-Bedeckung (MNB) zu tragen, um andere Menschen vor der Exposition möglicherweise infektiöser Tröpfchen zu schützen. 

Mittlerweile haben sich viele Bürgerinnen und Bürger Masken besorgt oder sogar hergestellt. Verschiedene Gruppen produzieren sogenannte Community-Masken auch für andere, seien es Landfrauen, das Nähnetzwerk Bauschheim oder das Nähcafé des Diakonischen Werks. Es gibt zahlreiche Bezugsquellen in den Kreiskommunen, ob in Geschäften oder bei Privatpersonen, sei es in Büttelborn, Ginsheim-Gustavsburg, Nauheim oder Trebur. Auch im Feriendorf des Kreises Groß-Gerau wurde fleißig genäht. Einige Anbieter in den Kommunen sind auf der Internetseite des Kreises - www.kreisgg.de/coronakrise  - aufgelistet. 

Anleitungen zum selbst Herstellen von MNB finden sich im Internet unter anderem hier: https://www.essen.de/gesundheit/coronavirus_6.de.html, https://einzigware.de/wp-content/uploads/2020/03/mund-nasen-maske-anleitung.pdf, https://basteln-de.buttinette.com/shop/anleitungen/stoffe-und-naehzubehoer/stoffmaske-naehen.  

„Dass mittlerweile Klarheit darüber besteht, dass bei Benutzung des ÖPNV in allen Bundesländern Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen sind, ist gut“, sagt Landrat Thomas Will, „gerade auch, da jetzt in Teilen die Schule wieder anläuft und damit die Schülerbeförderung ebenfalls beginnt.“ Busse und Bahnen werden damit wieder stärker frequentiert, sodass der Mindestabstand von 1,50 Metern manchmal schwer einzuhalten und das Tragen einer MNB sinnvoll ist. „Ich danke zudem den vielen privaten Initiativen, die Masken nähen, um sie dann auch an Altenheime oder soziale Einrichtungen zu spenden“, so der Landrat.  

Auch wenn Stoff- und Baumwollmasken einen gewissen Schutz bieten, sollten sie jedoch nicht zu trügerischer Sicherheit führen. Infektionen sind bei zu viel Nähe trotzdem denkbar. Und das Tragen von Masken über Mund und Nase nützt nur bei richtigem Einsatz. Darum weist das Kreisgesundheitsamt nochmals auf folgende Punkte hin:

  • Auch mit Maske sollte der von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlene Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Metern zu anderen Menschen eingehalten werden.
  • Beim Anziehen einer Maske ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht mit Krankheitserregern kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden.
  • Die Maske muss richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren.
  • Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen und gegebenenfalls ausgetauscht werden.
  • Die Außenseite der gebrauchten Maske ist potenziell erregerhaltig. Um eine Kontaminierung der Hände zu verhindern, sollte diese möglichst nicht berührt werden.
  • Nach Absetzen der Maske sollten die Hände gründlich gewaschen werden (mindestens 20 bis 30 Sekunden mit Seife).
  • Eine selbst hergestellte Stoffmaske („Community-Maske“) sollte nach dem Abnehmen am besten sofort gewaschen werden. Die Aufbewahrung sollte nur über möglichst kurze Zeit erfolgen, um vor allem Schimmelbildung zu vermeiden.
  • Stoffmasken sollten nach einmaliger Nutzung idealerweise bei 95 Grad, mindestens aber bei 60 Grad gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Dabei zu beachten sind etwaige Herstellerangaben zur maximalen Zyklusanzahl, nach der die Festigkeit und Funktionalität noch gegeben ist.
  • Sofern vorhanden, sollten unbedingt alle Herstellerhinweise beachtet werden.

Hinweise zur Verwendung selbst hergestellter Masken finden sich im Internet unter https://www.bfarm.de/SharedDocs/Risikoinformationen/Medizinprodukte/DE/schutzmasken.html und https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Arbeitsschutz_Tab.html.

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