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Bessere Kooperation im Notfall!

Landrat Will appelliert an die Kassenärztliche Vereinigung

KREIS GROSS-GERAU – Mit Nachdruck unterstützt Landrat Thomas Will die Position des Hessischen Landkreistages (HLT), wonach die Rettungsdienstleistellen der Kreise künftig auch den Ärztlichen Bereitschaftsdienst koordinieren sollten. Mit seinen hessischen Kollegen fordert er die Kassenärztliche Vereinigung auf, bei der geplanten Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes auf Bürgernähe zu achten und vorhandene Synergien zu nutzen.

Wenn die Kassenärztliche Vereinigung Hessen tatsächlich beschließen sollte, alle Anrufer, die in der Nacht, an Feiertagen oder am Wochenende um ärztlichen Rat fragen, über zwei Call-Center für ganz Hessen zu steuern, dann sei dies das genaue Gegenteil von Bürgernähe: „Ich fordere die Kassenärztliche Vereinigung auf, diese Pläne fallen zu lassen und zu gemeinsamen Gesprächen zurückzukehren", so der Landrat.

Auch im Kreis Groß-Gerau koordiniere die Zentrale Leitstelle seit Jahren erfolgreich die Einsätze im Rettungsdienst und im Brand- und Katastrophenschutz. Diese Leistung könne durch das zusätzliche Disponieren des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes weiter optimiert werden: „Die Entscheidung über die Zuweisung zum Rettungsdienst (Notarzt) oder zum Ärztlichen Notdienst (Hausarzt) kann dann aus einer Hand erfolgen!“ So würden die Hilfewege kürzer, bei Bedarf würde schneller ein Notarzt zum Patienten geschickt, Fehleinsätze reduziert und außerdem wären sogar finanzielle Einsparungen möglich.

Will appellierte nicht nur an die Kassenärztliche Vereinigung, wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren, sondern bat auch Gesundheitsminister Grüttner, sich in die Diskussion einzuschalten und sich für die Disposition des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes über die örtlichen Rettungsdienstleitstellen einzusetzen – „im Sinne einer schnelleren Hilfe in Notsituationen und vor allem im Interesse der betroffenen Menschen!“

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