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Berufe mit Zukunft kennenlernen

Kreis unterstützt Pflegeinfotag 2022 an Beruflichen Schulen

Schülerinnen der Groß-Gerauer Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung (BÜA) übten beim Pflegeinfotag die Handmassage. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Wegen Corona musste der Pflegeinfotag von Beruflichen Schulen und Kreis Groß-Gerau im vergangenen Jahr virtuell abgehalten werden. In diesem Jahr nun war wieder eine Präsenzveranstaltung möglich. In der Aula der Beruflichen Schulen in Groß-Gerau informierten und berieten mehrere Institutionen und Unternehmen auf praxisnahe Art über die vielfältigen Pflegeberufe. Ziel des Pflegeinfotags 2022 in der vergangenen Woche war erneut, einem jungen Publikum die vielseitigen Aspekte einer beruflichen Ausbildung im Bereich der Pflege näherzubringen.

Studiendirektorin Ines Erschfeld, Bereichsleiterin der seit Schuljahr 2021/22 neu eingeführten Schulform BÜA (Berufsfachschule zum Übergang in Ausbildung) übernahm die Anmoderation. Sie begrüßte die Kreisklinik Groß-Gerau und die Vitos-Klinik Riedstadt, das GPR Klinikum Rüsselsheim, die Agentur für Arbeit, das Altenpflegeheim An der Fasanerie, die Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie und die Akademie für Pflege- und Sozialberufe (Darmstadt). Sie alle boten an ihren Ständen den Schülerinnen und Schülern einen Einblick in die Abläufe und den Alltag verschiedener Pflegeberufe und informierten über die jeweiligen Voraussetzungen zum Erlernen der Berufe.

Nachwuchs wird dringend benötigt in der Pflege. Nicht nur wegen des zusätzlichen Bedarfs durch die Corona-Pandemie und deren Folgen. Schon vorher war klar, dass mehr Pflegekräfte benötigt werden, weil die Menschen immer älter werden und viele dieser Senior*innen unmittelbar auf die Hilfe anderer Personen angewiesen sind.

Arbeiten in der Pflege bedeutet ein hohes Maß an Verantwortung und Empathie. Aber, was viele abschreckt: Die positiven Seiten des Berufs werden überdeckt von einem vergleichbar niedrigen Lohnniveau, nicht unbedingt attraktiven Arbeitszeiten und Stress. Einige dieser Vorstellungen sind allerdings längst nicht mehr aktuell. Daher war es auch ein Anliegen des Infotags, herrschenden Vorurteilen gegenüber Pflegeberufen entgegenzuwirken.

Durch aktives Ausprobieren bekamen die Teilnehmer*innen vor Augen geführt, dass die Arbeit in der Pflege nicht nur das Füttern oder Waschen alter Leute bedeutet. Sondern dass mit der sinnstiftenden Arbeit mit den Menschen ein sehr hohes Maß an Freude verbunden ist – und ein riesiges Zukunftspotenzial mit zahlreichen Möglichkeiten der Weiterbildung.
Die Schüler*innen konnten unter Aufsicht von Fachkräften beispielweise eine Herzdruckmassage an einer Puppe üben oder bei anderen den Blutdruck messen. Auch wurde die Arbeit an körperlich beeinträchtigten Menschen mit Hilfe eines menschlichen Duplikats im Rollstuhl demonstriert.

Alle Beteiligten zeigten sich am Ende zufrieden mit dem Pflegeinfotag. Auch denjenigen jungen Leuten, die sich am Ende nicht mit dem Berufsfeld Pflege identifizieren konnten, bot der Tag viele neue Erfahrungen. Und die Unternehmen profitieren von dem potenziellen Zuwachs möglicher Berufseinsteiger. Der Kreis Groß-Gerau beteiligt sich weiterhin mit seiner vor einigen Jahren gestarteten Pflegekampagne an der Bekämpfung des Pflegenotstands und setzt auf Überzeugung durch Information. Zum Beispiel auf seiner Homepage unter https://www.kreisgg.de/familie/senioren/pflegefuermorgen/

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