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Automotive Cluster bei Fachtag in Stuttgart vertreten:

Antriebstechnik der Zukunft

Elisabeth Straßer, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft und Energie der Kreisverwaltung Groß-Gerau, moderierte beim Automobilzulieferertag Baden-Württemberg in Stuttgart. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Der Automotive Cluster RheinMainNeckar (AC) war auf dem 19. Automobilzulieferertag Baden-Württemberg in Stuttgart vertreten. Zur Veranstaltung gehörten ein Vortragsteil und eine begleitende Messe. Dort hatte der AC einen Messestand. Elisabeth Straßer, Leiterin des Fachbereichs Wirtschaft und Energie der Kreisverwaltung Groß-Gerau, moderierte einen Teil der Veranstaltung.

Am Automobilzulieferertag nahmen 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Zulieferunternehmen aus Baden-Württemberg teil. Der AC ist Partnernetzwerk von „automotive bw“, dem Dach, unter dem sich die Cluster in Baden-Württemberg zusammenfinden. Der AC RheinMainNeckar repräsentiert unter anderem die Region um Mannheim und Heidelberg, ist daher bei der Veranstaltung in Baden-Württemberg auch immer vertreten.

Ein großes Thema der Veranstaltung war die Zukunft der Antriebstechnik. Dabei herrschte Konsens darüber, dass Elektromobilität künftig eine ernst zu nehmende Antriebsform ist. Ihre Vorteile sind die hohe Effizienz, die Lärmverringerung und die Kohlendioxid-Einsparung. Aber es gibt auch Nachteile: Abhängigkeit von der Batterie, kurze Reichweiten, Ladedauer.

Die Batterie wird wegen der problematischen Zellverfügbarkeit und der Abhängigkeit von wenigen großen Zellherstellern aus China und Korea kritisch gesehen.

Aber auch die Sicherung der Rohstoffversorgung wirkt limitierend. Heute schon buhlt der Markt um Lithium- und Kobalt-Vorräte. Hedge-Fonds haben sich große Mengen an Kobalt gesichert. Diese Verknappung der dringend benötigten Rohstoffe wird nicht dazu beitragen, die Batterie zu verbilligen. Ganz abgesehen von der Problematik der Ladesäulen-Infrastruktur.

Darum wurde in Stuttgart als eine Alternative die Brennstoffzelle in den Focus genommen. Unternehmensvertreter von Daimler und Magna forschen schon lange an dieser Antriebsform und wollen dies noch verstärken. Die Brennstoffzelle sei längst nicht abgeschrieben und eine Antriebstechnik der Zukunft, betonten Vertreter der Unternehmen. Dies bestätigten die Zulieferer aus dem Plenum. Auch Dr. Andreas Lingens von Rolls-Royce Power Systems sieht die Hybridtechnologie und Wasserstoff weit vorne.

Auch die Entscheidung von Opel, auf Hybridtechnologie zu setzen, erscheint klug: In anderen Teilen der Welt wird diese nachgefragt, sie ist dort marktfähig.

Automotive Cluster:

Der Automotive Cluster RheinMainNeckar wurde im September 2003 von der IHK Darmstadt und dem Kreis Groß-Gerau unter der Schirmherrschaft des damaligen Landrats Enno Siehr gegründet. Amtierender Schirmherr ist Landrat Thomas Will. Der Cluster bündelt Kompetenzen spezialisierter Unternehmen der Automobilzulieferbranche. Es koordiniert und moderiert zwischen den Partnern im Automobil-Netzwerk.

Zu den regelmäßigen Aktivitäten gehört die Veranstaltung „Automotive meets Science“. Das nächste Forum für Student/innen und Unternehmen beginnt am Mittwoch, 15. November 2017, 14 Uhr, in der Hochschule RheinMain in Rüsselsheim am Main. Thema: Urbane Mobilität – Aus- und Einblicke im Forschungscampus.

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