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Ausstellung im Groß-Gerauer Landratsamt:

Für eine Welt ohne Atomwaffen

Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer sprach zur Eröffnung der Ausstellung „Die Würde des Lebens beschützen“ im Landratsamt. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – „Die Würde des Lebens beschützen – Für eine Welt ohne Atomwaffen“ heißt die Ausstellung im Foyer des Groß-Gerauer Landratsamts, die Anfang der Woche würdevoll eröffnet wurde. Die buddhistische Glaubensgemeinschaft Soka Gakkai International-Deutschland mit Sitz in Walldorf und die Kreisverwaltung haben die Schau organisiert, die bis Ende November im Landratsamt zu sehen ist. Schirmherr ist Landrat Thomas Will. 

In seiner Vertretung begrüßte Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer die rund 40 Besucherinnen und Besucher der Vernissage. Er betonte den besonderen Umstand, dass die Wanderausstellung von Soka Gakkai vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit dem aktuellen Friedensnobelpreisträger ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear Weapons) zusammengestellt wurde. Die Schau wurde erstmals 2012 auf dem Weltkongress der Ärzte zur Verhütung des Atomkriegs in Hiroshima gezeigt und wandert seitdem um die ganze Welt. Vor zwei Jahren war sie in Mörfelden-Walldorf zu sehen.

Dass Atomwaffen inhuman und kein Konfliktlösungsmittel sind, machen die 40 Tafeln deutlich, die im Foyer des Kreishauses stehen. Dass diese Waffen geächtet werden müssen und dass auch Deutschland den mittlerweile bestehenden Atomwaffenverbotsvertrag unterstützen sollte, betonte Walter Astheimer. Der Kreis Groß-Gerau möchte sich zur Demonstration seiner klaren Position den „Mayors for Peace“ anschließen und künftig am 8. Juli Flagge zeigen. An diesem Tag wird an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996 erinnert, wonach „der Einsatz von Atomwaffen, ja bereits die Androhung des Einsatzes, gegen internationales Recht und gegen Prinzipien des humanitären Völkerrechts verstößt“, wie der Erste Kreisbeigeordnete sagte.

Kimiko Brummer, Vizegeneraldirektorin von Soka Gakkai, erläuterte die Haltung ihrer Glaubensgemeinschaft, wonach die Wertschätzung allen Lebens über allem steht. Atomwaffen hingegen zeugten von einer „tiefen Verachtung gegenüber allen Lebewesen und der Natur“. Der einzige Weg hin zu einer sicheren Welt sei, Atomwaffen komplett abzuschaffen. Die Ausstellung „soll Mut machen, sich für atomare Abrüstung einzusetzen“. Soka Gakkai sei stolz, Partner des Friedensnobelpreisträgers ICAN zu sein, sagte Kimiko Brummer.

Moderiert wurde die Ausstellungseröffnung von Carina Ozawa. Julia Hillemann sang das Lied „Imagine“ von John Lennon.

Die Ausstellung ist bis Donnerstag, 30. November 2017, während der Öffnungszeiten des Landratsamts zu sehen. Zum Rahmenprogramm gehört eine Filmvorführung am Sonntag, 19. November, im Saal des Groß-Gerauer Kulturcafés: Dort ist um 18 Uhr bei freiem Eintritt der Film „Countdown to Zero“ zu sehen, der zeigt, wie aktuell die Bedrohung ist, die heute noch von Atomwaffen ausgeht – nicht nur wegen des aktuellen Konflikts zwischen den USA und Nordkorea.

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