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„Aus der Vergangenheit lernen“

Landrat zum Volkstrauertag am 18. November 2018

KREIS GROSS-GERAU – Als Vorsitzender des Kreisverbandes des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge macht Landrat Thomas Will auf die Bedeutung des Volkstrauertags aufmerksam. Die Gründung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge und das Ins-Leben-Rufen eines jährlichen Volkstrauertags 1919 hängen direkt mit dem Ersten Weltkrieg (1914-1918) und seinen Folgen zusammen. Auch wenn dies nun 100 Jahre her ist: Die Notwendigkeit, gemeinsam der Opfer von Kriegen und Gewaltherrschaften zu gedenken und Lehren für die Zukunft zu ziehen, besteht noch immer, so Thomas Will. Darum ruft er die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich am Sonntag, 18. November, an den Feierlichkeiten zum Volkstrauertag im Kreis Groß-Gerau zu beteiligen. 

Gerade das Gedenken an das Kriegsende vor 100 Jahren in Frankreich am vergangenen Wochenende hat in Erinnerung gerufen und vor Augen geführt, welche Grausamkeit Krieg bedeutet: sei es im Ersten oder Zweiten Weltkrieg, sei es in den Bürgerkriegen der heutigen Zeit.

„Zuerst fallen die Menschen- und Bürgerrechte. Dann fallen die Menschen. Das ist die bittere Lehre aus der Geschichte und leider auch der Gegenwart. Daher gilt es, überbordenden Nationalismus und Hetze gegen Andere schon im Keim zu ersticken und frühzeitig zu bekämpfen“, sagt Landrat Will. Es gehe am Volkstrauertag auch, aber nicht nur darum, an die Opfer vergangener Tage zu erinnern: „Wichtig ist vor allem, aus der schrecklichen Vergangenheit zu lernen. Sich zu besinnen, um Gewalt vorzubeugen.“ Daher sollte der Volkstrauertag immer ein Impuls dafür sein, sich nach vorn zu orientieren – und sich entsprechend der eigenen Möglichkeiten für eine friedlichere Welt einzusetzen. Genau dazu passt auch das Motto des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge: Versöhnung über den Gräbern, Arbeit für den Frieden. 

Leid und Tod von Menschen, die Krieg und Gewaltherrschaft erleben mussten, „fordern uns auf, gegenüber jeder Verletzung der Menschenrechte wachsam zu bleiben“, betont Landrat Thomas Will. Um kriegerischen Auseinandersetzungen vorzubeugen, bedarf es einer klugen und friedensorientierten Politik, aber auch des Engagements jedes und jeder Einzelnen.

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