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Auf feinem Belag zum Hegbachsee

Wegeabschnitt der Regionalparkroute in Nauheim eröffnet

Bahn frei: Bürgermeister Jan Fischer, Landrat Thomas Will, Albrecht Schaal vom Planungsbüro sowie Bürgermeister Manfred Ockel haben den neuen Weg schon einmal getestet. Bild: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Bürgerinnen und Bürger in und um Nauheim im Kreis Groß-Gerau haben nun ein Argument mehr, auch im Alltag stärker aufs Rad zu setzen: Mit Unterstützung der Regionalpark Südwest gGmbH, der Gemeinde Nauheim und mit Fördermitteln des Landes Hessen konnte nun ein 900 Meter langer Wegeabschnitt in der Nähe des Hegbachsees fertiggestellt werden. Regionalpark Südwest-Geschäftsführer Manfred Ockel, Landrat Thomas Will und Nauheims Bürgermeister Jan Fischer haben jetzt den auch landschaftlich reizvollen Weg offiziell eröffnet – wie es sich gehört natürlich auf dem Fahrrad.   

Vorbei die Zeiten, da eine Nutzung des Wegs Nerven und Material der Radlerinnen und Radler arg strapazierte, Alltagsradler haben sich über den Zustand der Strecke wiederholt beschwert: „Gebrochene Betonplatten und stehendes Wasser hatten den Fahrspaß doch erheblich getrübt“, berichtete Franziska Knaack, die Radverkehrsbeauftragte des Kreises Groß-Gerau. Der neu gebaute Abschnitt  führt entlang der Kreisradroute 27 und der Regionalparkroute von der Gemarkungsgrenze Nauheim/Groß-Gerau bis hin zum Hegbachsee.   

Das Planungsbüro „grün³“ und die ausführende Firma Faber Bau GmbH haben den Weg asphaltiert und entwässerungsschwache Zonen durch einen Höhenausgleich beseitigt. Nicht nur der Oberflächenbelag wurde getauscht; entlang des Waldwiesengrabens wurden Bäume gepflanzt und die regionalparktypischen Sitzkiesel finden sich auf dem Abschnitt ebenfalls. Rund 150.000 Euro hat das Projekt gekostet, 70 Prozent davon gibt es als Fördermittel. Die Planungskosten hat der Regionalpark übernommen.

Der neu asphaltierte Abschnitt führt auf einem landwirtschaftlich genutzten Weg und ist die schnellste Verbindung zwischen Königstädten und Groß-Gerau. Damit kann das Gewerbegebiet „Im Schachen“ umfahren werden. „Damit ist der Weg auch für den Alltagsradverkehr interessant“, betonten Ockel, Will und Fischer. „Außerdem handelt es sich dabei um eine attraktive Freizeitroute mit schöner Linienführung und Anbindung an das Naherholungsziel Hegbachsee.“  

Zusammen mit der Faber Bau GmbH wurden in jüngster Zeit weitere Projekte im Kreis Groß-Gerau fertiggestellt: Zwischen Kelsterbach und dem Mönchhofgelände wurde auf 1,9 Kilometer Länge der Mainuferweg asphaltiert, zudem konnte ein 50 Meter langer Lückenschluss des Radwegs an der K 152 Okrifteler Straße in Kelsterbach geschlossen werden, außerdem wurde dort eine Schutzplanke gebaut. Mit diesen zwei Projekten konnte die Radanbindung zu den großen Arbeitgebern auf dem Mönchhofgelände und am Flughafen deutlich verbessert werden. Die Kosten für diese Projekte belaufen sich auf 185.000 Euro (Mainuferweg) bzw. 45.000 Euro (Radweg K 152). Auch hierfür gibt es eine Landesförderung in Höhe von 70 Prozent.  

„Unser Ziel ist es, alle bereits vom Alltagsradverkehr stark frequentierten Verbindungen sicher auszubauen und für alle Radfahrer nutzbar zu machen“, sagte Landrat Will. Er geht davon aus, dass in Zukunft noch mehr Menschen im Kreis aufs Rad umsatteln werden. Eine Auswertung der Mobilitätsdaten für Südhessen zeige, dass der Radverkehrsanteil sich zwar von 7 Prozent in 2002 auf aktuell 11 Prozent erhöht habe. „Aber gerade im Alltags- und Berufsverkehr nimmt der Pkw nach wie vor eine dominante Rolle ein. Dabei sind 36 Prozent aller Wege, die mit dem Pkw unternommen werden, kürzer als 3 km und somit fahrradaffine Wege.“

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