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Angebot ist nicht mehr weg zu denken

Pflegestützpunkt feiert fünfjähriges Bestehen

KREIS GROSS-GERAU – „Fünf Jahre Pflegestützpunkt“ – unter diesem Motto waren fast 100 Gäste zu einer „Geburtstagsfeier“ ins Groß-Gerauer Landratsamt gekommen. Und zum Feiern hatten die Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung, von Beratungsstellen, Pflegeeinrichtungen, Pflegekassen und Sozialverbänden in der Tat einen guten Grund.

Denn der Pflegestützpunkt, 2010 als erste hessische Einrichtung dieser Art eröffnet, sei „ein Erfolgsmodell und aus der Beratungslandschaft im Kreis nicht mehr weg zu denken“, so Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer in seiner Begrüßung. Die gemeinsam vom Kreis und den Pflegekassen betriebene Einrichtung sei zum anerkannten Partner von ambulanten, stationären und kommunalen Einrichtungen geworden und werde von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen. Dafür sei insbesondere die engagierte Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich: „Die Kooperation hat sich bewährt, wir arbeiten toll zusammen, hier ist ein richtig gutes Team entstanden!“

Zum Beleg dafür verwies Walter Astheimer auf eine eindrucksvolle Arbeitsbilanz: Der Pflegestützpunkt sei von Jahr zu Jahr besser akzeptiert worden und habe im Jahr 2014 über 3.000 Beratungsgespräche und 400 Hausbesuche durchgeführt. Man betreibe eine rege Öffentlichkeitsarbeit und führe eine gut genutzte Pflegeplatzbörse. Damit erfülle der Pflegestützpunkt eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe: „Denn wir können nicht verhindern, dass Menschen pflegedürftig werden. Aber wir müssen ihnen dann die bestmöglichen Angebote machen und vor allem dazu beitragen, dass sie so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können!“

Auch Elmar Schöniger von der „VIACTIV Krankenkasse (vormals BKK vor Ort; ab dem 01.10.2015 wird aus der Betriebskrankenkasse vor Ort die VIACTIV Krankenkasse. Der Name steht für „la vie“, dem französischen Wort für „das Leben“. Sport und Bewegung, Prävention und Osteopathie.)“, die den Stützpunkt gemeinsam mit dem Kreis betreibt, wies darauf hin, dass die Arbeit des Pflegestützpunkts außerordentlich erfolgreich gewesen sei: So habe sich die Zahl der Beratungen mehr als verdreifacht und es gebe viele dankbare Rückmeldungen von Menschen, denen man habe helfen können: „Wir sind auf dem richtigen Weg und können stolz sein auf das, was hier bisher geleistet wurde!“

Und erfolgreich soll es auch weitergehen. Deshalb war es für alle Beteiligten spannend, wie Professor Dr. Peter Löcherbach von der Katholischen Fachhochschule Mainz in seinem Fachvortrag die Bedeutung von Netzwerkstrukturen für effektive Hilfen hervorhob und dabei wichtige Impulse für die weitere Arbeit vermittelte. Auch die Ergebnisse der anschließenden Arbeitsgemeinschaften, die sich mit Themen wie Versorgungslage, Beratungssituation und der Zusammenarbeit im Netzwerk beschäftigten, werden jetzt detailliert ausgewertet und sollen der Altenhilfeplanung des Kreises insgesamt zugutekommen versicherte Ulrike Cramer, die beim Kreis zuständige Fachbereichsleiterin und Moderatorin der Veranstaltung. Denn, so hatte es der Erste Kreisbeigeordnete schon bei der Begrüßung formuliert, „die Menschen im Kreis sollen auch weiterhin Angebote aus einer Hand und aus einem Guss“ erhalten!

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