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„Alle werden gleichbehandelt“

Gemeinsame Erklärung gegen Diskriminierung Schutzsuchender

KREIS GROSS-GERAU – Der Kreis Groß-Gerau sowie seine Städte und Gemeinden sind sich einig: „Menschen, die bei uns Schutz suchen, dürfen nicht in verschiedene Klassen oder Kategorien eingeteilt werden - in echte und unechte, schlechte oder nützliche Schutzsuchende.“ Dies betonen die Bürgermeister der Kreiskommunen sowie Landrat Thomas Will und Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer in einer gemeinsamen Erklärung gegen Rassismus und Diskriminierung, auf die sie sich in der jüngsten Bürgermeisterdienstversammlung verständigt haben. 

Denn auch wenn die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung im Zusammenhang mit den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine riesengroß ist, kommt es gerade aktuell und in Zusammenhang mit der Suche nach Unterkünften immer wieder vor, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe und religiösen Zugehörigkeit stigmatisiert und herabgesetzt und ihnen Rechte abgesprochen werden. Hiergegen wendet sich die Kreisgemeinschaft mit ihrer Erklärung. 

Kreis und Kommunen betonen: „Bei der Aufnahme und Begleitung von Schutzsuchenden wird keine Unterscheidung nach Ländern, Hautfarbe, Herkunft, religiöser Zugehörigkeit, Geschlecht, Behinderung, Alter oder der sexuellen Orientierung gemacht. Alle schutzsuchenden Menschen, egal aus welchen Motiven sie aus ihrem Herkunftsland fliehen mussten, werden bei uns gleichbehandelt. Auch dulden wir keine rassistischen oder hasserfüllten Anfeindungen gegenüber Menschen, die eine russische Migrationsbiografie haben. Einzelne Menschen verkörpern nicht ein ganzes Land oder die Ideologien von Regierungen und Diktatoren. Sie sind weder verantwortlich für die Gräueltaten, die gerade in der Ukraine geschehen, noch müssen sie Auskunft darüber geben.“ 

Die Verwaltungschefs erinnern zudem daran: Die Ukraine ist genauso von Vielfalt geprägt wie andere Länder auch. Nicht alle Menschen dort sind weiß und Christen. Es gibt nicht „die Ukrainer*innen“. 

Der Kreis Groß-Gerau als ebenfalls plurale Gesellschaft setzt sich für das respektvolle Zusammenleben aller Menschen ein. „Wir schätzen die Hilfsbereitschaft in unserer Bevölkerung sehr und danken allen im Kreis, die den Schutzsuchenden offen und menschlich gegenübertreten“, heißt es abschließend in der Erklärung gegen Rassismus und Diskriminierung.

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