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Ali Noufal wird Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie:

Der Kreisklinik eng verbunden

Ali Noufal (links) und Klinik-Geschäftsführer Reinhold Linn unterzeichneten den Vertrag für den Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Die Kreisklinik Groß-Gerau stellt sich medizinisch neu auf: Am 20. Juli unterschrieb Ali Noufal, der neue Chefarzt Orthopädie und Unfallchirurgie, seinen Vertrag. In den kommenden Wochen folgen die Vertragsunterzeichnungen mit den Chefärzten für Gynäkologie und Viszeralchirurgie, teilt Klinik-Geschäftsführer Reinhold Linn mit. Die Klinik ist zudem dabei, den ärztlichen Unterbau zu vervollständigen. Zum Beispiel gibt es noch offene Stellen in der Anästhesie. Seit feststehe, dass die Kreisklinik fortbesteht, gebe es allerdings auch wieder vermehrt Anfragen. Den neuen Trend erlebt auch Ali Noufal für sein Arbeitsfeld: „Man merkt, dass mehr Leute zu uns kommen.“  

Ali Noufal arbeitet seit rund zehn Jahren an der Kreisklinik, war zuletzt bereits kommissarisch Chefarzt. Der 48 Jahre alte Vater von vier Kindern ist Facharzt für Chirurgie, Orthopädie und Unfallchirurgie sowie spezielle Unfallchirurgie. Er hat Erfahrung in mehreren Kliniken gesammelt, bildet sich permanent fort und operiert als Teil eines sechsköpfigen Teams auch zwei, drei Mal im Jahr für je eine Woche im Ausland: In Ländern wie Jordanien, Libanon, Libyen oder Syrien hilft Ali Noufal, der aus Palästina stammt, hilfebedürftige Menschen. Insgesamt hat er in seinem Berufsleben mehr als 3000 Knie-, Schulter-, Hüft- und Ellbogen-Operationen ausgeführt und Endoprothesen implantiert. Die Revisions-Endoprothetik ist dabei ein Schwerpunkt seiner Arbeit – wenn Patientinnen und Patienten nach einer andernorts ausgeführten Operation Probleme haben und nachbehandelt werden müssen.

„Komplexe Fälle sind mein Spezialgebiet“, sagt Ali Noual. Zum Beispiel, wenn es darum geht, schiefe Knochen zu begradigen.  

Zu Noufals Team gehören drei Oberärzte, ein Facharzt und sechs Assistenzärzte. Demnächst soll noch ein Neurochirurg dazukommen, der sich als Sektionsleiter um Patienten mit Rückenleiden kümmert. Rund 60 Betten gibt es in der chirurgischen Abteilung der Groß-Gerauer Klinik. 220 bis 240 Knie- und Hüftprothesen pro Jahr werden dort implantiert, dazu kommen 30 entsprechende Schulter-OPs – „relativ viel“, wie Ali Noufal sagt. Operiert wird mit minimalinvasiver Technik. 

Durch die langjährige Tätigkeit dort fühlt sich der Chefarzt der Groß-Gerauer Klinik  - wie viele andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses auch - sehr verbunden. „Ich kenne hier praktisch jeden“, erzählt er. Umso erfreuter ist er über die aktuellen, in die Zukunft gerichteten Weiterentwicklungen. So sind die ambulanten Operationen jetzt auf zwei Tage in der Woche konzentriert. Als Aufwachraum für die ambulanten Patientinnen und Patienten wird nun ein Saal im neuen OP-Trakt im zweiten Stock genutzt, was das Pflegepersonal auf den Stationen entlastet. Auch der Wartebereich dort wurde neu gestaltet. Die OP-Räume können auch von Belegärzten genutzt werden. Insgesamt gibt es in der Kreis-Klinik acht Operations- und Eingriffsräume.

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