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„Aktiv für Sicherheit im Kreis“

Landrat Thomas Will ehrt Mitglieder des Katastrophenschutzes

Herausragender Einsatz für die Allgemeinheit: Für ihre 40-jährige Dienstzeit haben Landrat Thomas Will (rechts) und Kreisbrandinspektor Friedrich Schmidt (links) Helmut Peter Manz, Gerhard Grüning, Andreas Kläser, Rudi Hamm und Gerold Reichenbach (2. bis 6. von links) mit der Goldenen Katastrophenschutzmedaille ausgezeichnet. Bild: Rolf Heintzenberg

KREIS GROSS-GERAU – Landrat Thomas Will hat mehr als 30 Ehrenamtliche aus dem Kreis Groß-Gerau,  die sich in vielfältiger Weise für die Sicherheit ihrer Mitmenschen eingesetzt haben,  im Landeratsamt mit der Katastrophenschutzmedaille des Hessischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. „Wir ehren Personen, die seit vielen Jahren aktiv in den Führungseinrichtungen des Katastrophenschutzes im Kreis und für den Kreis Groß-Gerau tätig sind“, sagte der Landrat.  

„Katastrophenschutz ist Ländersache. Gemäß dem Landeskonzert hat jeder Landkreis, also haben auch wir, Einheiten und Einrichtungen aufzustellen und zu betreiben; die Kosten hierfür trägt nur zum Teil das Land Hessen. Darüber hinaus können die Landkreise bei Bedarf auch eigene Einheiten des Katastro­phenschutzes aufstellen“, erläuterte der Landrat. Die Einsatzkräfte machten das Leben im Kreis lebens- und liebenswert; sie träten für die Zukunft ihrer Mitmenschen ein und übernähmen Verantwortung, sagte Will.  

Im Kreis Groß-Gerau beteiligen sich neben der Kreisverwaltung eine Reihe weiterer Organisationen am Katastrophenschutz: Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser Hilfsdienst (MHD), Medizinischer Fahrdienst Service (MFS), Deutsche-Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), alle Freiwilligen Feuerwehren (FFW) sowie Technisches Hilfswerk (THW, Bundeseinrichtung). Es gibt mehr als 40 Katastrophenschutz-Einheiten und -Einrichtungen. Insgesamt stehen im Kreis Groß-Gerau rund 1300 Helferinnen und Helfer zur Verfügung.  

„Das beste Equipment ist jedoch nicht viel wert, wenn es nicht die Menschen gäbe, die die Geräte im Ernstfall zu bedienen wissen. Deshalb spielt die Motivation bei unseren Helferinnen und Helfern im Katastrophenschutz die allergrößte Rolle. Und natürlich die Ausbildung“, betonte Landrat Will. Auch auf diesen Feldern sei der Kreis gewappnet für Vorkommnisse aller Art: für Großfeuer genauso wie für Hochwasser (das in diesem Jahr nun nicht gerade als größte Gefahr zu bezeichnen war), für Chemieunfälle wie eben auch für heftige Unwetter. 

Der Landrat erinnerte in diesem Zusammenhang an das September-Unwetter, das über Nauheim hinweggezogen war und große Schäden verursacht hatte. „Der dadurch entstandene Schaden war immens: abgedeckte Dächer, umgeknickte und umgestürzte Bäume, überflutete und blockierte Straßen. Einsatz- und Hilfsbereitschaft an diesem Abend und in der Nacht waren riesig! Die Wehren des Kreises waren im Dauereinsatz, aber auch viele Privatleute halfen“, sagte der Landrat und sprach allen Beteiligten Dank aus:  „Sie haben unter Beweis gestellt, dass das Füreinander im Kreis Groß-Gerau funktioniert, dass im Notfall alle zusammenstehen und auch auf Nachbarn jenseits der Kreisgrenzen noch Verlass ist.“   

„Unser Brand- und Katastrophenschutzwesen lebt vom ehrenamtlichen Engagement genauso wie von den hauptamtlichen Einsatzkräften, es beruht auf der Einsatzbereitschaft aller Beteiligten. Wir als Landkreis tun unser Bestes, um diese Beteiligten – genauso wie die Kreiskommunen – in ihren Aufgaben zu unterstützen: ob es dabei um die Organisation gemeinsamer Übungen geht, um Ausbildungs- und Fortbildungsveranstaltungen der Feuerwehren oder um unsere ständig erreichbare und betriebsbereite Zentrale Leitstelle für Brandschutz, Allgemeine Hilfe, Katastrophenschutz und Rettungsdienst.“  

„Das ist ein bunter Abend, weil wir Personen aus allen Hilfsorganisationen ehren können“, sagte Kreisbrandmeister Friedrich Schmidt. „Im Katastrophenschutz müssen wir eng zusammenarbeiten“, sagte er: „Nur gemeinsam sind wir stark.“   

Folgende Personen wurden ausgezeichnet:

Katastrophenschutz-Medaille in Bronze (mindestens zehnjährige aktive Dienstzeit): Andreas König, Holger Müller-Gottwald, Danny Schlegel, Michael Lechner, Maik Roth, Jürgen Diehl, Michael Kappelar, Florian Schmid, Martin Schmid, Jörg Spickert, Stefanie Stein, Carsten Wallisch, Anna Meltzing, Rüdiger Stingel und Klaus Velbecker  

Silberne Katastrophenschutzmedaille (mindestens 25 Jahre aktiver Dienst): Olaf Schnückel, Andrea Kuschmierz, Henrik Luijendijk, Werner Meinhardt, Kai-Uwe Nölle, Kai Ewald, Rudolf Grein, Michael Kämpfer, Jürgen Kraft, Andreas Möstl, Peter Münch und Dr. Carsten Toppel 

Goldene Katastrophenschutzmedaille (mindestens 40jährige Dienstzeit): Gerhard Grüning, Andreas Kläser, Rudi Hamm, Helmut Peter Manz und Gerold Reichenbach 

Zusätzlich wurden Uwe Kohlgardt und Sven Baumann in das Amt der Fachberater für Gefahrenstoff eingeführt. 

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