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Aktiv für den Klimaschutz

STADTRADELN: Kommunen im Kreis erradeln 663.367 Kilometer

KREIS GROSS-GERAU – Tolles Wetter und reichlich Sonnenschein lockte viele Radfahrer*innen im Kreis Groß-Gerau insbesondere in der Zeit der Kontaktbeschränkungen raus in die Natur. Aber auch auf Alltagsfahrten wie zum Einkaufen oder auf dem Weg zur Arbeit nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad. Nachdem die Auftaktveranstaltung „Der Kreis rollt“ und damit auch das STADTRADELN im Mai Corona-bedingt abgesagt worden war, hatten sich die Bürgermeister der teilnehmenden Städte und Gemeinden noch auf einen Zeitraum nach den Sommerferien einigen können.  

In der Zeit vom 17. August bis 6. September 2020 sind im gesamten Kreis Groß-Gerau 2.739 Radler*innen in 179 Teams für die Klimaschutz-Kampagne STADTRADELN in die Pedale getreten. Die Teilnehmerzahl lag in diesem Jahr trotz des guten Wetters etwas niedriger als 2019. Dementsprechend sind auch weniger Kilometer zusammengekommen: 663.367 Radkilometer, das entspricht einer CO2-Einsparung von rund 98.000 Kilogramm. „Trotz der besonderen Umstände in diesem Jahr ein tolles Ergebnis“, freuen sich die STADTRADELN-Koordinatoren des Kreises Groß-Gerau, Simon Weimer und Franziska Knaack.  

Im Juni 2020 hat der Kreistag eine Resolution zur Erklärung eines Klimanotstands mit der Forderung sofortiger und ambitionierter Maßnahmen gegen die Klimakrise beschlossen. Die Teilnahme des Kreises Groß-Gerau an der deutschlandweiten Kampagne STADTRADELN unterstützt die Klimaschutzziele und kann in Verbindung mit gezielter Radverkehrsförderung dazu beitragen, einen langfristigen Umstieg auf das Null-Emissions-Fahrzeug Fahrrad zu erreichen, betont Landrat Thomas Will: „Denn wer radelt, schützt das Klima. Jeder mit dem Rad zurückgelegte Kilometer bedeutet auch weniger CO2-Emissionen.“  

Zum ersten Mal sind in diesem Jahr alle 14 Kreiskommunen gegeneinander angetreten und es haben sich insgesamt 87 von 551 Parlamentariern zum STADTRADELN angemeldet. Riedstadt hat die Kommunenwertung „Fahrradaktivstes Kommunalparlament“ wie bereits im vergangenen Jahr mit deutlichem Abstand vor der Gemeinde Nauheim und der Stadt Ginsheim-Gustavsburg gewonnen“, so Franziska Knaack. Für Riedstadt legten elf von 37 Parlamentarier*innen insgesamt 3.537 Kilometer zurück. 

Bei den absolut gefahrenen Kilometer haben die Teams aus Rüsselsheim am Main mit 192.404 Kilometern vor Mörfelden-Walldorf (152.853 Kilometer) und Riedstadt (80.396 Kilometer) die Nase vorn. In der Kategorie fahrradaktivste Kommune liegt Mörfelden-Walldorf mit 4,39 Kilometern pro Einwohner auf dem ersten Platz. Bischofsheim und Riedstadt belegen mit 3,47 bzw. 3,38 Kilometer pro Einwohner die Ränge 2 und 3, so Simon Weimer. 

In der Sonderkategorie Ämter/Verwaltungen lag das Team Kreisverwaltung Groß-Gerau (mit Kreisklinik) in absoluten Kilometern mit großem Abstand vor der Stadtverwaltung Ginsheim-Gustavsburg und der Stadtverwaltung Groß-Gerau. Mitentscheidend war hier sicherlich wieder die vergleichsweise große Teilnehmerzahl auf Seiten der Kreisverwaltung. Bei der Kategorie Kilometer pro Teilnehmer*in sicherte sich das Kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau mit 281 Kilometern pro Kopf den ersten Platz. 

Mit den meisten Kilometern pro Teilnehmer landete das Team „unelma“ aus Kelsterbach mit 1.205 Kilometern auf dem ersten Platz. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die Teams „TV 1883 Bischofsheim“ (1.125 km) und „The Guinea Pig Project“ (909 km). Den ersten Platz bei den absolut meisten Kilometern belegen mit 23.145 Kilometern die „SKG Radler“, gefolgt vom „Opel Quintuplet“ (23.080 km) aus Rüsselsheim und „SKV Mörfelden“ (22.155 km). 

Beim Wettbewerb der Schulen ergab sich im Kreis Groß-Gerau folgendes Bild: Insgesamt neun Schulen haben sich am Stadtradeln beteiligt. Hier haben in der Kategorie meiste geradelte Kilometer drei Rüsselsheimer Schulen die Nase vorn: das Neue Gymnasium liegt mit 89 Teilnehmer*innen und 17.306 gefahrenen Kilometern weit vor der Immanuel-Kant-Schule (7.671 km) mit 67 Radler*innen und der Gustav-Heinemann-Schule aus Rüsselsheim (6.997 km) mit 47 Radler*innen. Insgesamt haben sich aber in diesem Jahr weniger Schulen beteiligt, was sicherlich mit dem Corona-bedingten ungewöhnlichen Schulstart in diesem Jahr zu erklären ist, der zudem mit dem Beginn des STADTRADELN-Zeitraums auf den gleichen Tag gefallen ist. 

Für die Gemeinde Biebesheim ist in diesem Jahr Marcus Mir als STADTRADELN-Star angetreten und hat für drei Wochen seinen Autoschlüssel abgegeben und komplett auf das Autofahren verzichtet. Im STADTRADELN-Star Blog hat er fast täglich über seine Erfahrungen als Alltagsradler berichtet.  

„Ich möchte mich bei den teilnehmenden Schulen sowie bei den Kommunen und den Teamkapitänen herzlich bedanken, die für diese Aktion kräftig die Werbetrommel gerührt und uns trotz der besonderen Situation in diesem Jahr tatkräftig unterstützt haben“, sagt Landrat Thomas Will. „Die fahrradaktivsten Schulen und Kommunen wird der Kreis Groß-Gerau noch extra auszeichnen“, kündigt Will an. „Das soll andere motivieren, im kommenden Jahr wieder beim STADTRADELN mitzufahren.“

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