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Aktionen rund um den Aktionstag „Just Girls“:

Mädchen im Mittelpunkt

„Just Girls“ hieß es kürzlich wieder im gesamten Kreis Groß-Gerau. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – „Weil ich ein Mädchen bin, gehe ich nicht zur Schule und kann keine Ausbildung machen, da ich früh verheiratet werde und sehr jung Kinder bekomme.“ Für Mädchen in Deutschland ist dies kaum vorstellbar, doch so verläuft das Leben vieler Mädchen weltweit. Daher wurde vor sechs Jahren der 11. Oktober von den Vereinten Nationen zum Internationale Mädchentag erklärt, um auf die Benachteiligung und Diskriminierung von Mädchen aufmerksam zu machen und ihre Rechte zu stärken.

Die Arbeitskreise „Mädchenarbeit“ im Kreis Groß-Gerau und in der Stadt Rüsselsheim sowie die Schulsozialarbeit des Kreises veranstalteten daher vom 25. September bis 11. Oktober unter dem Motto „Just Girls“ bereits zum fünften Mal viele Aktionen. Die Angebote wurden über die Jahre vielfältiger, bunter und besetzten diesmal auch den öffentlichen Raum.

Aktionen der Schulsozialarbeit des Kreises

An mehreren Schulen und Grundschulen des Kreises boten die Schulsozialarbeiterinnen des Kreises Pausenaktionen und Projekttage für Mädchen an.  Mehr als 1000 Mädchen konnten sich gemeinsam über „Mädchen sein“ hier in Deutschland und weltweit austauschen, sich über Kinderrechte und den Internationalen Mädchentag informieren, ihr Wissen testen, kreativ sein und körperlich entspannen.

An der IGS Mainspitze in Ginsheim-Gustavsburg zum Beispiel bastelten Mädchen an zwei Tagen im Clubraum Schutzengel-Schlüsselanhänger mit Motivationssprüchen und trugen in einen Mädchenumriss ihre Kommentare zu „Mädchensein 2017“ ein.

An der Anne-Frank-Schule in Raunheim  besuchten sie Yoga unter dem Motto  „Bist du muTIG(ER)?“ und bedruckten Turnbeutel  unter dem Slogan „Mädchen machen Druck“. An der Mittelpunktschule in Trebur öffnete die Schulsozialarbeit den Mädchen eine Woche lang ihren Pausenraum. Es wurden unter anderem „Kampfspiele mit Schwimmnudeln“,  „Über Jungs lästern“  und „Entspannung und Massage“ angeboten.
An den Beruflichen Schule Groß-Gerau wurde Glücksrad gespielt. Die Mädchen konnten Texte zu den Themen Gleichberechtigung, Benachteiligung von Mädchen und Frauen, Emanzipation und Gewalt gewinnen, die sie zum Nachdenken anregten. An der Martin-Buber-Schule in Groß-Gerau standen Infowände parat und an einem Glücksrad testeten die Mädchen ihr Wissen rund um Kinderrechte und den Internationalen Mädchentag.

Auch an der Martin-Niemöller-Schule in Riedstadt gab es ein Glücksrad, an dem es anonymisierte Informationen zu verschiedensten Lebenssituationen von Mädchen an der Schule gab. Diese Pausenaktion hatten Schulsozialarbeit und Jugendförderung Riedstadt gemeinsam initiiert.

An einem Tag hingen viele Plakate in der Pausenhalle der Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf. Die Plakate machten auf die Benachteiligung von Mädchen aufmerksam und formulierten Wünsche an Politiker und Politikerinnen. 15 Klassen hatten die Plakate zuvor im Unterricht erstellt.
An der Georg-Mangold-Grundschule in Bischofsheim wurde ein Projekttag für Mädchen zu Kinderrechten und  Kinderarbeit  in der Textilproduktion angeboten. Für alle Mädchen der 4. Klasse fand an der Albert-Schweizer-Grundschule in Mörfelden ein Mädchentag statt, an dem sich die Teilnehmerinnen mit Kinderrechten auseinandersetzten. Der Kuchenverkauf an der Bertha-von-Suttner-Schule und der Martin-Buber-Schule ermöglichte es, der Entwicklungshilfeorganisation „Plan International“ einen ordentlichen Betrag zu spenden.

 

Kreisweite Aktion im JuKuZ Mörfelden

Unter dem Motto „Just girls in action“ feierten am 7. Oktober rund 100 Mädchen den Internationalen Mädchentag im JuKuZ Mörfelden. Ein bunter Nachmittag mit vielen Angeboten erwartete sie: Body Tattoos, Hairstyling und Armbänder basteln, die Mädchen konnten sich aber auch verkleiden und fotografieren lassen, ein Quiz machen, sich über Kinderrechte sowie über Lebensschicksale von Mädchen weltweit informieren oder sich als „Djane“ ausprobieren. Unter dem Motto „Was kann ich gut?“ gaben sie ihren eigenen Fotos eine Unterschrift. Die Tanzgruppe „Surprise“ der Turngemeinschaft Walldorf eröffnete die Disco mit einem gemeinsamen Tanz für alle. Die Gesangseinlage einer Besucherin lud zum Mitsingen ein.

Organisiert wurde dieses Kooperationsprojekt vom Jugendbildungswerk des Kreises Groß-Gerau, von den Jugendförderungen aus den Städten Mörfelden-Walldorf, Rüsselsheim und Kelsterbach sowie der Gemeinde Büttelborn, von dem Jugendbüro Riedstadt und dem pro familia-Kreisverband Groß-Gerau.

 

„Mädchen sind stark“ - Aktionstag für Mädchen in Kelsterbach

Abschließend  veranstalteten am  11. Oktober die Jugendförderung Kelsterbach mit der Schulsozialarbeit der Bürgermeister-Hardt-Schule, die Karl-Treutel-Schule sowie die Streetworkerin einen Aktionstag für Mädchen. Im Jugendhaus gestalteten die Mädchen an mehreren Stationen „Mut-mach-Steine“, verkleideten sich
oder ließen sich fotografieren. Nach einem kleinen Tanztraining von der Tanzsportgruppe „Flair“ machten sich die Mädchen mit Plakaten wie  „Wir sind stark“ und „Mädchen können alles“ Richtung Rathausplatz zu einer Demonstration und Flashmob auf.

„Die Aktionen zum Internationalen Mädchentag geben Mädchen wichtige Impulse, sich mit ihrer eigenen Lebenssituation als Mädchen auseinandersetzen, sich in ihrer eigenen Identität zu stärken und mehr über die Lebenslagen von Mädchen weltweit zu erfahren“, sagt Alexandra Zerl vom Jugendbildungswerk des Kreises Groß-Gerau. „Benachteiligung von Mädchen ist überall auf der Welt Thema, es geht darum, die Mädchen für ihre Lebenswelt zu stärken und solidarisch zu sein.“

Nähere Informationen zum Internationalen Mädchentag gibt es bei der Kreisverwaltung Groß-Gerau, Jugendbildungswerk, Telefon 06152 989468 (Alexandra Zerl), jbw@kreisgg.de.

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
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