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Nauheimer Grundschule wächst

Landrat macht sich Bild vom Baufortschritt:

Zur Baustellenbesichtigung kamen (von links) Dennis Arlt und Michaela Eich vom Gebäudemanagement des Kreises, Landrat Thomas Will sowie Romano Weise von der WEP-Projektentwicklungs-GmbH in der neuen Nauheimer Grundschule zusammen. Foto: Kreisverwaltung

KREIS GROSS-GERAU – Mit dem Rohbau der neuen Nauheimer Grundschule ist im Dezember 2018 begonnen worden. Im Sommer 2021 soll das Haus fertiggestellt sein. Folglich sind bereits große Baufortschritte zu erkennen, auch wenn es durch Corona ein paar Probleme mit dem Materialnachschub gegeben hat, wie Romano Weise von der WEP-Projektentwicklungs-GmbH und Projektleiter Dennis Arlt vom Fachbereich Gebäudemanagement des Kreises kürzlich beim Ortstermin der Verwaltung berichteten. Beim Rundgang dabei war auch Landrat Thomas Will, der sich selbst ein Bild vom Geschehen auf der Baustelle machen wollte.

Nach dem Eintreten durch den späteren Haupteingang richtet sich der Blick im Rohbau nach links zur Mensa, die auch als Aula genutzt werden soll. Im Hintergrund sind Küche und Essensausgabe zu erkennen. Maximal 150 Kinder werden in der Mensa später in einer Schicht essen können. In der Mitte befindet sich das Foyer, in dem auch eine Boulderwand Platz finden soll. Weitere Flächen im Erdgeschoss sind für die Verwaltung, Arbeitsräume für die Lehrkräfte sowie für die Gemeinde- und Schulbücherei – die einen separaten Eingang erhält – vorgesehen.

Das Schulgebäude wird ein Passivhaus mit niedrigem Energiebedarf, Nachtlüftungsmöglichkeit und hohem Lärmschutzniveau; unter anderem stellt Fraport dafür Fördermittel bereit. Insgesamt belaufen sich die Zuschüsse mehrerer Geldgeber (die Gemeinde Nauheim etwa stellt Mittel für die Bibliothek zur Verfügung) auf rund 3,37 Millionen Euro. Die investiven Gesamtkosten von rund 17,5 Millionen Euro für die neue fünfzügige Grundschule wurden im Jahr 2019 bewilligt.

Im ersten und zweiten Stock des Gebäudes mit seinen zwei Flügeln finden sich die Unterrichtsräume. Auf jeder Seite liegt ein sogenannter Cluster: in der Mitte die flexible Lernzone, drumherum angeordnet fünf Klassenräume, ein Bewegungsraum sowie ein Lehrerstützpunkt. „Diese Form der Anordnung ermöglicht intensiven und abwechslungsreichen Unterricht“, ist Landrat Thomas Will überzeugt. Er weist auf die Kabel, die überall von der Decke hängen: Aktuell steht neben den Arbeiten an der Lüftungsanlage die Verkabelung an. „Digitalisierung wird bei diesem Neubau voll und ganz mitgedacht“, bestätigt Michaela Eich, Fachdienstleiterin Bau und Technik beim Gebäudemanagement, dem Landrat.

Bei allen Fortschritten auf der Baustelle ist gerade ein kleiner Rückschlag zu verdauen: Das Dach, unter dem sich die Haustechnik befindet, muss ab Mitte August zurück- und dann wieder neu gebaut werden. Diese Arbeiten sind wegen eines Feuchteschadens nötig und werden rund sechs Wochen dauern. „Es handelt sich dabei um einen Versicherungsschaden“, betonen die Projektleiter. Er wird also keine Auswirkungen auf die Kosten für den Schulträger haben. Auch können die anderen Bauarbeiten parallel dazu weiter vorangetrieben werden.

Für die Außenanlagen, die zum Ende der Baumaßnahmen am Gebäude hergerichtet werden, gibt es einen Masterplan. Der erste Bauabschnitt beinhaltet die Herstellung der an den Neubau angrenzenden Flächen sowie das Gelände zur Schulstraße. Der Rest folgt in weiteren Abschnitten nach und nach. Auch sind nach Fertigstellung des Neubaus Arbeiten am Schul-Altbau vorgesehen: Er erhält ein Fluchttreppenhaus inklusive Aufzug, sodass auch dort Barrierefreiheit herrscht. Mit Hilfe der Förderung der Fraport AG erhält der Altbau – in dem Räume für Werken und Musik ihren Platz finden sollen – zudem dezentrale Lüftungsgeräte.

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