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Weitere Klassen starten am Montag im Kreis wieder mit Unterricht

Schulbetrieb mit Hygieneplan

KREIS GROSS-GERAU – Die drei Schulträger des Kreises Groß-Gerau, der Kreis selbst sowie die Städte Rüsselsheim und Kelsterbach, haben die Vorbereitungen für die weitere Wiederaufnahme des Unterrichts in der Corona-Krise am kommenden Montag, 18. Mai, weitgehend abgeschlossen. In einem gemeinsamen Elternbrief haben Landrat Thomas Will, Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel und Rüsselsheims Bürgermeister Dennis Grieser wie schon vor zwei Wochen beim Schulstart der Abschlussklassen insbesondere wieder auf Verhaltensregeln hingewiesen, damit es in den Schulen nicht zur Ausbreitung des Coronavirus kommt. 

„Wir haben als Schulträger auch diesmal wieder alle Vorbereitungen für einen guten und sicheren Unterricht getroffen“, sagt Landrat Thomas Will. „Der Kreis hat sich mit dem Staatlichen Schulamt, den beiden anderen Schulträgern und den Schulleitungen eng abgestimmt. Auch wurden die detaillierten Hygienepläne für die Wiederaufnahme des Unterrichts weiterentwickelt“, so Will. So seien in dieser Woche alle Klassenräume umgeräumt worden, um den Mindestabstand zwischen den Schülerinnen und Schülern von 1,5 Metern einzuhalten. Der Kreis stellt Handwaschmöglichkeiten mit Seife und Einmalhandtüchern zur Verfügung, damit alle sich regelmäßig die Hände waschen können und sorgt für eine regelmäßige und gründliche desinfizierende Reinigung aller Räume und Flächen mit intensivem Handkontakt.

„Nichts läuft in der Corona-Pandemie so, wie wir es kennen, auch nicht der Schulbetrieb nach der Wiederaufnahme“, betont Landrat Will. „Aber ich freue mich, dass die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen und in den Verwaltungen ganze Arbeit geleistet haben, um die Räume für den Unterricht herzurichten. Geplant ist, dass von den rund 7100 Schülerinnen und Schülern an den 27 Grundschulen und Förderschulen, die in der Trägerschaft des Kreises sind, rund 2100 am Montag zur Schule kommen sollen. An den 14 weiterführenden und beruflichen Schulen des Kreises werden am Montag in den individuellen Schichtmodellen der Schulen 5000 der insgesamt 17.000 Schülerinnen und Schüler präsent sein. Einige Unwägbarkeiten bleiben – so ist am Hessischen Verwaltungsgerichtshof erneut ein Normenkontroll-Eilverfahren anhängig, mit dem eine Grundschülerin aus Frankfurt erreichen möchte, dass die Schulpflicht für die 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen vorläufig außer Vollzug gesetzt wird.

Unterdessen laufen die Vorbereitungen für den neuen Schulstart auf vollen Touren. Neben Abstandsregeln geht es dabei natürlich in erster Linie um Hygiene: „Wir stellen Handwaschmöglichkeiten zur Verfügung, damit alle sich regelmäßig die Hände waschen können und wir sorgen für eine regelmäßige und gründliche Reinigung aller Räume“, heißt es in dem Brief an die Eltern. Gleichzeitig appellieren Bürgermeister und Landrat an die Schülerinnen und Schüler, ihr Verhalten der besonderen Situation auch während des Unterrichts anzupassen. Damit der Abstand eingehalten werden kann, wird in kleineren Gruppen unterrichtet. Höchstens 15 Personen sollen sich künftig in einem Klassenraum aufhalten, große Klassen werden geteilt. Auch wird darauf verwiesen, dass Schülerinnen und Schüler mit Erkältungssymptomen nicht in die Schule geschickt werden dürfen. „Rücksichtnahme ist ein großes Thema, während des Unterrichts, in den Pausen und auf dem Schulweg“, so der Landrat.  

Auch auf dem Schulweg seien Abstandsregeln zu beachten. Am einfachsten ist das, wenn man zu Fuß geht oder mit dem Fahrrad fährt. Deshalb seien diese Verkehrsmittel aktuell besonders zu empfehlen, heißt es im Brief. Bei der Fahrt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln kann der Abstand nicht immer eingehalten werden. Deshalb gelten hier spezielle Regeln: Mindestabstand von 1,5 m möglichst einhalten – im Bus, an der Bushaltestelle und auf dem Weg dorthin. Der Kreis hat zudem die Busfahrpläne zu Schulbeginn und -ende optimiert und mehr Busse eingeplant. Die Schulen wurden gebeten, dies bei Ihrer Unterrichtsorganisation zu berücksichtigten.

Und für die Fahrt im Bus ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dieser kann selbst hergestellt werden. Die Eltern haben mit dem Schreiben zugleich eine Anleitung zum Nähen sowie Hinweise zum Gebrauch erhalten. Weitere Anleitungen gibt es auch in anderen Sprachen auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter www.kreisgg.de/coronakrise. Fragen zur weiteren Öffnung der Schulen beantwortet auch das Bürgertelefon des Kreises unter 06152 989-898. „Eine schnelle Rückkehr zur Normalität wird es nicht geben“, so Landrat Will. „Das Krisenmanagement funktioniert, die Fachleute haben auf verschiedenen Ebenen gut und vertrauensvoll zusammenarbeitet. Und das ist entscheidend: Nur gemeinsam können wir diese schwere Krise gut überstehen.“

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