Geförderte Projekte

#Alltagsdiskriminierung – „Immer wieder, immer noch?“

Poster

Partizipatives Projekt zum Thema „Alltagsrassismus“ an der Gustav-Heinemann-Schule in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk des Kreises Groß-Gerau

Angeregt durch das Soziale Netzwerk der Schule und nach einer Phase der Themenauswahl in der SV fand an der GHS das Projekt #Alltagsdiskriminierung – „Immer wieder, immer noch?“ in Kooperation mit dem Jugendbildungswerk des Kreises Groß-Gerau statt.

Insgesamt beteiligten sich 13 interessierte Schüler*innen, u. a. aus der SV und aus der AG Schule ohne Rassismus an diesem Projekt.

Am 5. und 6. Juni wurde mit zwei intensiven Seminartagen gestartet. Inhaltlich ging es darum, was Alltagsdiskriminierung eigentlich ist und welche Wirkung sie hat. Die Fragen „Welche Erlebnisse gibt es?“, „Wie wird diskriminiert und warum?“, „Wer wird diskriminiert und wer definiert, wo Diskriminierung anfängt?“ wurden gemeinsam mit vielfältigen Methoden aus der Jugendbildung bearbeitet. Im nächsten Schritt sammelten die Teilnehmenden in der Schule anonym in einem „Briefkasten“ weitere Diskriminierungserlebnisse und die Gruppe einigte sich, welche Erlebnisse sie in Foto-Comic-Geschichten erzählen wollten. Am 28. und 29. August wurden die Fotos gemacht und die Comic-Geschichten mit I-Pads und der App „ComicLife“ erstellt. Viel Unterstützung von Jugendbildungsreferent Peter Schlimme und den Teamerinnen Lena Werth und Lisa Himmelsbach benötigten die Schüler*innen hierbei nicht, denn alle waren hochmotiviert. Die Projektgruppe und das Team des Jugendbildungswerkes zeigten sich am Ende sehr zufrieden über den Verlauf des Projektes und über die Ergebnisse.

Wie wirksam Klischeebilder sind und zu Vorurteilen und schließlich zu Diskriminierung führen war eine Erkenntnis im Projekt. Die wohl wichtigste Erfahrung war aber, dass Alltagsdiskriminierung oft nicht absichtlich geschieht aber dennoch bei den Betroffenen diskriminierend wirkt. „Du sprichst aber gut deutsch“ ist dann eben nicht nur ein Lob, sondern kann auch ausgrenzen und verdeutlichen, dass man noch immer nicht dazugehört.

Alle Comics und weitere Arbeitsergebnisse werden auf große Plakate gedruckt und in der Schule ausgestellt, um für Alltagsdiskriminierung zu sensibilisieren und Mut zu machen, sich zu wehren, etwas zu sagen, sich Diskriminierungen jeder Art entgegen zu stellen und auch für andere einzutreten.

Das Projekt wird vom Netzwerk gegen Rechtsextremismus und Rassismus des Kreises Groß-Gerau gefördert. Es ist geplant, die Ausstellung am 25. November um 11 Uhr feierlich zu eröffnen.

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
64521 Groß-Gerau

06152 989-0
Fax: 06152 989-133
info@kreisgg.de