Jahrbuch Kreis Groß-Gerau

Jahrbuch 2016

„Die Chronik könnte gut zur Identitätsbildung im Kreis Groß-Gerau beitragen“ – so brachte der Groß-Gerauer Museumsleiter Jürgen Volkmann den Stellenwert des Jahrbuchs „GG 2016“ auf einen knappen Nenner. Das Redaktionsteam, dem neben Volkmann der Kelsterbacher Stadtarchivar Hartmut Blaum, der Journalist Walter Keber, der Pädagoge Edgar Lutz sowie der Germanist und Historiker Professor Dr. Ernst Erich Metzner angehören, überreichte Landrat Thomas Will jetzt die ersten druckfrischen Exemplare des aktuellen Bands der Chronik. 

Nach der Premiere vor gut einem halben Jahr liegt nun der zweite Band der als Periodikum geplanten Kreischronik vor. „Wir haben das auffällige Format beibehalten, das Layout vereinheitlicht und können vor allem wieder viele spannende Beiträge über den Kreis präsentieren“, sagte Jochen Melchior, der von Seiten des Kreises das Projekt betreut. „Allerhand Wissenswertes über den Kreis Groß-Gerau“ entdeckte Landrat Thomas Will. „Hier sieht man, dass die Region vielfältig, spannend, liebenswert, aber auch historisch bedeutsam ist.“

Tatsächlich weist der Kreis Groß-Gerau, der immer als sehr modern wahrgenommen wird, einige geschichtliche Besonderheiten auf – die Königswahl im 11. Jahrhundert, die in dem Band thematisiert wird, gehört in jedem Fall dazu. Edgar Lutz erläutert in seinem Beitrag die besondere deutsche Königswahl Konrads II. beim alten, untergegangenen Ort Kamba / Camben zwischen Leeheim und Geinsheim im Jahre 1024. „Wer am Pumpwerk Kammerhof spazieren geht, kann das Relief mit dem gekrönten Reiter nun auch einordnen“, sagte Lutz.

Landrat Will ist überzeugt, dass mit dem zweiten Band der Chronik wiederum ein Buch vorliegt, das zum Lesen animiert und auf interessante Weise informiert. Neben einer Jahreschronik finden sich in dem Band unter anderem Beiträge über die „frühen Anfänge des ,Gerauer Lands‘“, über das Ortsjubiläum von Leeheim, das restaurierte Kirchenfenster in Hassloch, eine Würdigung des Kulturpreisträgers Mario Derra, ein Text über den Spargelanbau, ein Rückblick auf fünf Jahre „Volk im Schloss“ oder ein Interview mit dem früheren Landrat Willi Blodt über die Auseinandersetzungen um die hessische Verwaltungsreform.

Zudem dokumentiert der Journalist Walter Keber die kuriosen Bestrebungen im Rahmen der Verwaltungsreform, aus den beiden Kommunen Mörfelden und Walldorf ein „Waldfelden“ zu schaffen. Ein Verzeichnis der Museen, Büchereien und kommunalen Musikschulen rundet die 116-seitige Publikation ab. „Viele kennen den Kreis nur vom Vorbeifahren. Das Buch macht Lust, den Landstrich ein wenig genauer unter die Lupe zu nehmen“, so der Landrat: „Der Kreis Groß-Gerau ist eine Region für den zweiten Blick.“

Die Veröffentlichung kann zum Preis von 15 Euro im Landratsamt (Infothek) sowie im Stadtbüro und im Stadtmuseum Groß-Gerau erworben werden, auch bei einigen Stadt- und Gemeindeverwaltungen wird das Buch erhältlich sein. Es ist über die ISBN-Nummer auch in Buchhandlungen erhältlich. Bestellungen sind ebenfalls möglich: Kreisverwaltung Groß-Gerau, Kulturbüro, Telefon 06152 989-557, kulturbuero@kreisgg.de.

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