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Wahl von Jugendschöffen steht bevor

Neue Amtszeit für Ehrenamtliche beginnt im Januar 2024

KREIS GROSS-GERAU – Im ersten Halbjahr 2023 sind bundesweit die Jugendschöff*innen für die Amtszeit von 2024 bis 2028 zu wählen. Die Amtszeit der aktuell im Amt Befindlichen endet mit Ablauf des 31. Dezembers 2023. Das Jugendamt des Kreises Groß-Gerau ist für die Organisation der Wahl zuständig; der Jugendhilfeausschuss schlägt die Kandidat*innen vor. Insgesamt werden fürs Amtsgericht Groß-Gerau 26 Frauen und 26 Männer gesucht, zudem weitere Jugendschöffinnen und -schöffen fürs Amtsgericht Rüsselsheim. Die Gewählten bekleiden das Ehrenamt jeweils vier Jahre.

Jugendschöff*innen erhalten für ihre ehrenamtliche Aufgabe eine Entschädigung für Zeitaufwand und Fahrtkosten. Juristische Kenntnisse sind für diese Tätigkeit nicht erforderlich, betont das Jugendamt. Allerdings müssen die Jugendschöff*innen zu Beginn der Amtsperiode am 1. Januar 2024 zwischen 25 und 69 Jahre alt sein. Außerdem dürfen sie nicht vorbestraft sein und müssen die deutsche Staatsangehörigkeit haben.

Angesprochen von dem Aufruf, sich für dieses Ehrenamt zu melden, sind beispielsweise Personen, die junge Menschen ausbilden oder in der Jugendarbeit eines Sportvereins tätig sind. Dies ist keine zwingende Voraussetzung. Der Kreis bezeichnet das Jugendschöffen-Ehrenamt in jedem Fall als eine schöne Möglichkeit zur Mitbestimmung.

Interessierte können sich melden unter Telefon 06152 989-712 (Noack).

Das Internet-Lexikon Wikipeda beschreibt die Aufgaben von Jugendschöffen wie folgt:

Das Jugendschöffengericht ist ein Jugendgericht, das über Verfehlungen Jugendlicher und Heranwachsender entscheidet. Wie alle Jugendgerichte können Jugendschöffengerichte auch zuständig sein, wenn Straftaten oder Verfehlungen durch Erwachsene Kinder bzw. Jugendliche oder den Jugendschutz betreffen. Es ist ein Spruchkörper beim Amtsgericht und besteht aus einem hauptamtlichen Richter als Vorsitzendem und zwei Jugendschöffen. In der Hauptverhandlung sollen dies ein Mann und eine Frau sein. Außerhalb der Hauptverhandlung wirken sie nicht an Entscheidungen mit.

Das Jugendschöffengericht ist für alle Verfahren gegen Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) und Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) zuständig, für die nicht der Jugendrichter oder die Jugendkammer beim Landgericht zuständig ist. Das sind also insbesondere die Fälle, in denen mit der Verhängung einer Jugendstrafe zu rechnen ist.