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Denkmalbeirat FotoGruppenbild des Denkmalbeirats Kreis GG Foto: Kreisverwaltung

Gremium nimmt Arbeit wieder auf

Denkmalbeirat des Kreises Groß-Gerau

KREIS GROSS-GERAU – Nach einer längeren - vor allem durch die Corona-Pandemie, aber auch wegen Personalmangels bedingten - Pause hat sich Ende April der Denkmalbeirat des Kreises unter dem Vorsitz des Ersten Kreisbeigeordneten Adil Oyan in neuer Formation getroffen. Der Denkmalbeirat hat die Aufgabe, die Untere Denkmalschutzbehörde bei Erledigung ihrer Aufgaben zu unterstützen; er hat eine beratende Funktion.

Dem Gremium gehören nun folgende sachkundige Personen an: Claudia Bogs (Architektin, Abteilungsleiterin Hoch-, Tiefbau und Immobilienservice Stadt Mörfelden-Walldorf), Marco Hardy (Archäologe, Leiter Kulturbüro Riedstadt), Susanne Haus (Malermeisterin, Restauratorin, Präsidentin der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, Präsidentin der Arbeitsgemeinschaft der hessischen Handwerkskammern), Kristian Kaffenberger (freier Architekt, Professor und Dekan der Hochschule Darmstadt), Ulf Kluck (Groß-Gerau, 2. Vorsitzender des Fördervereins Jüdische Geschichte und Kultur im Kreis Groß-Gerau), Adrienne Mittelstädt (freie Architektin aus Ginsheim-Gustavsburg) und Erich Schick (Heimat- und Geschichtsverein Raunheim, aus Raunheim).

Für die Verwaltung und das Sachgebiet Denkmalschutz waren von der Bauaufsicht Gerd-Helmut Hexemer, Marion Reuter und Silvia Tonn bei der Sitzung anwesend. Gäste vom Landesamt für Denkmalpflege waren Thomas Becker, der einen Vortrag über die Bodendenkmalfunde im Kreis Groß-Gerau hielt, und Henriette Freifrau von Preuschen.

Nicht mehr Mitglieder des Gremiums sind nach vielen Jahren ehrenamtlichen Einsatzes dort Lebrecht Viebahn, Hans Sponsel und Wolfgang Kraft, die der Erste Kreisbeigeordnete am 16. Mai mit viel Lob und Dank verabschiedete.

Ziel des Denkmalbeirats ist es, ein funktionierendes Netzwerk zu bilden und kluge Entscheidungen zu treffen, um diejenigen baulichen Anlagen voranzubringen, die das heutige Bild der Region prägen - und die es wert sind, in die Zukunft überliefert zu werden. Zur Arbeit wird es daher auch gehören, künftig über die Lösung komplizierter denkmalschutzrechtlicher Fragen zu diskutieren, so das Fazit der ersten Runde, die der Auftakt zu wieder regelmäßig stattfindenden Sitzungen sein sollte.
„Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, das Gremium erneut mit am Thema Denkmalschutz stark interessierten, erfahrenen und sachkundigen Menschen zu besetzen. Das Bewusstsein für alte, erhaltenswerte Werte und Gebäude wie auch Bodendenkmäler zu stärken sowie den Besitzern von denkmalgeschützten Immobilien Ratschläge geben zu können, ist mir sehr wichtig“, betont Beiratsvorsitzender Adil Oyan.

Während der Beiratssitzung im April stellten Silvia Tonn und Gerd-Helmut Hexemer die vielseitige Denkmallandschaft des Kreises kurz vor. Sie präsentierten u.a. Denkmäler aus Industrie, Landwirtschaft sowie geschützte Bahn- und Wasserbauwerke. Zu der Liste zählen z.B. der Bensheimer Hof in Erfelden, das Hofgut Guntershausen auf dem Kühkopf, die Neutra-Siedlung in Walldorf, die MAN-Arbeitersiedlung in Gustavsburg, die Siedlungen Allmendfeld und Hessenaue, das Jagdschloss Mönchbruch, Schloss Dornberg, die Pfarrkirche Christkönig in Bischofsheim, die Mainbrücke und der Ringlokschuppen in Bischofsheim, das Philippshospital, das Peter-Schöffer-Denkmal in Gernsheim und das Geburtshaus von Georg Büchner in Goddelau.