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Geschult und beschenkt losradeln

Kreis, Sparkasse und Verkehrswacht übergeben Fahrräder

KREIS GROSS-GERAU – Vor 38 Jahren haben der Kreis Groß-Gerau, die Kreissparkasse, die Kreisverkehrswacht und ihre Aktionspartner damit begonnen, unter den Teilnehmer*innen der schulisch-polizeilichen Radfahrausbildung Fahrräder und andere Preise bzw. Gutscheine zu verlosen. Mehr als 55.500 Schüler*innen und Schüler nahmen seitdem an der Verlosung teil. 321 Fahrräder fanden auf diese Weise neue Besitzer.

Eine Preisübergabe gab es auch am 9. Juli wieder: Fünf hochwertige Fahrräder und drei Einkaufsgutscheine für Fahrradzubehör im Wert von je 150 Euro wurden am Dienstagnachmittag im Landratsamt an die glücklichen Gewinner*innen überreicht. Ihre Räder bekamen Yakub Akbulut (Crumstadt), Leni Hofmeister (Kelsterbach), Leonie Pulfer (Klein-Gerau), Liam König (Kelsterbach) und Luisa Kreuzburg (Gernsheim). Die Gutscheine holten sich Alessia Dura (Goddelau),Timo Eider (Ginsheim) und Miroslav Luka (Walldorf) ab.

Alle haben erfolgreich die Radfahrausbildung im 4. Schuljahr absolviert. Ihnen gratulierten Landrat Thomas Will, der die Kinder mit ihren Eltern zuvor begrüßt hatte, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Norbert Kleinle, Bernhard König von der Kreisverkehrswacht, Nathalie Kubalski vom Staatlichen Schulamt sowie Ralf Drexelius vom Polizeipräsidium Südhessen und Markus Jungermann von der Jugendverkehrsschule Groß-Gerau.

Nach der Radfahrausbildung im 4. Schuljahr sollen die Kinder, wenn möglich, auch zu weiterführenden Schulen mit dem Fahrrad fahren. Das ist nicht nur ökologisch sinnvoll und fördert die Gesundheit, sondern minimiert auch das häufig durch „Elterntaxis“ verursachte Chaos vor den Schulen. Darauf wies der Landrat, selbst passionierter Radfahrer, die Familien hin. „Ihr seid nun gut geschult, kennt die Verkehrsregeln und wisst, wie Ihr Euch möglichst sicher im Straßenverkehr bewegt“, so Thomas Will, der auch die Schüler-Radroutenplaner und die Bedeutung des Schutzhelms erwähnte.

Im Jahre 2022 trugen 82,8 Prozent der Kinder von 6 bis 10 Jahren einen Fahrradhelm. Damit stieg die Tragequote gegenüber dem Vorjahr um 1,55 Prozent. Bei der Altersgruppe der 11- bis 16-Jährigen blieb die beobachte Helmbenutzung mit 47,5 Prozent in etwa gleich. Über alle Altersgruppen hinweg nahm das Tragen eines Schutzhelmes sogar um gut vier Prozent zu und lag im Jahr 2023 bei 44,4 Prozent, informiert die Kreisverkehrswacht.

Norbert Kleinle betonte, dass die Kreissparkasse die Verlosungs-Aktion von Anfang an unterstützt - und das Engagement der Kreisverkehrswacht sogar noch länger. Ralf Drexelius von der Verkehrsprävention der Polizei erklärte, wie man sein Fahrrad am besten vor Diebstahl schützt, und zeigte ein paar Schlösser, von leicht zu knacken bis hochwertig: „Vor allem ist es wichtig, sein Rad nicht nur abzuschließen, sondern es an einem festen Gegenstand anzuschließen.“

Bernhard König dankte am Ende sowohl den Lehrer*innen, die die theoretische Ausbildung übernehmen, als auch den Polizeibeamt*innen der Jugendverkehrsschulen für die bei der Radfahrausbildung geleistete Arbeit.