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Umbau unter Volldampf

Landrat Will beim Neujahrsempfang der Kreisvolkshochschule

Kompetenz in Sachen Weiterbildung: Landrat Thomas Will (links) und KVHS-Leiter Heinrich Krobbach beim Neujahrsempfang der Kreisvolkshochschule im Schloss Dornberg.

KREIS GROSS-GERAU – „Volkshochschulen sind immer schon Orte gewesen, an denen sich gesellschaftliche Realitäten abzeichnen, Orte, an denen Veränderungen sehr direkt mitzuerleben sind“ – mit diesen Worten hat Landrat Thomas Will beim Neujahrsempfang der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau (KVHS) im Schloss Dornberg die Innovationsfreude und Leistungsfähigkeit der Bildungseinrichtung herausgestellt. „Die KVHS ist immer nah am Puls der Zeit und gute Lernbedingungen sind dafür die Grundlage“, sagte Landrat Will, der zugleich Vorsitzender der Betriebskommission ist.

 In der Tat hat sich die Kreisvolkshochschule in den vergangenen zwei Jahren sehr verändert. „Wir haben jetzt 40 Hauptamtliche, 2015 waren es halb so viele Personen“, sagte KVHS-Leiter Heinrich Krobbach. Ein Großteil des Zuwachses verbuche die KVHS im Fachbereich 4, bei den Alphabetisierungs-, Integrations- und Deutschkursen. „Vor heute auf morgen mussten wir zu neuen Räumen kommen“, so Krobbach. „Die KVHS ist wie ein Schiff, das mit Volldampf über den Ozean fährt und dabei auch noch umgebaut wird.“ Das schaffe man nur, wenn man von einer Sache überzeugt sei und auch noch Spaß daran habe. „Hier stellt sich weniger die Frage: bin ich dafür nun zuständig oder nicht. Hier ist Kompetenz gefragt, schnell und flexibel zu organisieren und sich gegenseitig zu unterstützen. Ein großer Dank an alle, die mit angepackt haben“, sagte Krobbach.

 Gute Bedingungen sind heute gegeben: Seit Sommer 2016 dient das Bildungszentrum in der Schützenstraße ausschließlich der Sprachförderung, Computer- und Gesundheitskurse werden im neuen KVHS-Zentrum am Wasserweg angeboten. Die Integration der Geflüchteten im Kreis Groß-Gerau bleibe eine zentrale Aufgabe, betonte der Landrat. „In Sachen Demokratie- und Wertevermittlung kommt der KVHS eine besondere Rolle zu“, so Will. Aktuelle Vorhaben wie das Jugendmedienprojekt „Begegnung vieler Welten“ oder das Projekt „Demokratie erleben“ seien Beleg, dass die KVHS auch in der Politischen Bildung gut aufgestellt sei. „Wir wollen wieder dahin zurückkommen, auf der Grundlage von Fakten zu diskutieren, das wird eine der zentralen Aufgaben der nächsten Zeit sein“, betonte Will.

 Krobbach betonte, dass die KVHS den Anspruch, integrativ zu wirken, sehr ernst nehme: „Wir sind stolz darauf, dass wir eine der wenigen Volkshochschulen sind, die in allen Programmbereichen Angebote für geflüchtete Menschen anbieten: also auch in der Kulturellen und Politischen Bildung und im Bereich Gesundheit.“ Die zentrale Frage für die Zukunft sei schließlich, wie man miteinander leben wolle. Und da müsse man auch als Volkshochschule neue Wege gehen. „Wenn wir in unseren Kursen den Querschnitt der Bevölkerung abbilden wollen, müssen sich auch die Migrantinnen und Migranten in unserem Programm wiederfinden können“, so Krobbach.

 

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