Trinkwasser

Dezentrale Wasserwerke und Kleinanlagen

Brunnenfassung Kleinanlage

Die überwiegende Mehrheit der deutschen Bevölkerung bezieht ihr Trinkwasser aus der zentralen öffentlichen Wasserversorgung. Gerade in entlegenen ländlichen Gebieten ist eine Anbindung an das Netz des nächstgelegenen Versorgers aber aufgrund der dafür erforderlichen ausgedehnten Leitungswege nicht in jedem Fall möglich oder sinnvoll. Etwa 570.000 Personen sind daher der Gruppe der Selbstversorger zuzurechnen, die ihr Trinkwasser im Regelfall aus eigenen Brunnen oder Quellen gewinnen.

Diese Anlagen fallen ebenfalls in den Regelungsbereich der Trinkwasserverordnung. Die Beschaffenheit des abgegebenen Wassers muss daher grundsätzlich denselben Anforderungen genügen wie Leitungswasser aus dem öffentlichen Netz. Weiterhin ist stets auf die Einhaltung der für die Ausgestaltung und den Betrieb von Eigenversorgungsanlagen maßgeblichen technischen Regeln zu achten. Dahingehend sind insbesondere die Vorgaben der DIN 2001-1:2007-05 hervorzuheben. Der vom Umweltbundesamt herausgegebene und kostenlos verfügbare Ratgeber „Gesundes Trinkwasser aus eigenen Brunnen und Quellen“ bietet eine anschauliche Zusammenfassung der wesentlichen technischen und hygienischen Anforderungen.

Die Wasserqualität ist mindestens einmal jährlich im Rahmen einer Laboruntersuchung zu überprüfen. Deren Umfang ist unter anderem abhängig von der Verwendung des abgegebenen Wassers, dem versorgten Personenkreis und den Ergebnissen früherer Analysen. Auskünfte zu den im Einzelfall geltenden Untersuchungspflichten können bei dem jeweiligen regional zuständigen Mitarbeiter eingeholt werden.

UBA-Ratgeber „Gesundes Trinkwasser aus eigenen Brunnen und Quellen” (2013)

Trinkwasserverordnung (TrinkwV)

Anzeigeformular für Eigenversorgungsanlagen


Mobile und zeitweise Wasserversorgung

Als mobile Versorgungsanlagen (§ 3 Nr. 2 d TrinkwV) werden Anlagen an Bord von Land-, Wasser- und Luftfahrzeugen bezeichnet.

Die erstmalige Inbetriebnahme der Wasserversorgungsanlage, die Wiederinbetriebnahme sowie die bauliche oder betriebstechnische Veränderung an Trinkwasser führenden Teilen, die wesentliche Auswirkungen auf die Beschaffenheit des Trinkwassers haben, sind nach § 13 Abs. 1 TrinkwV dem Gesundheitsamt schriftlich oder elektronisch spätestens vier Wochen im Voraus anzuzeigen.

Das Gesundheitsamt legt bei diesen Anlagen den Abstand und den Umfang der durchzuführenden Untersuchungen fest.

 

Unter eine „zeitweise Wasserverteilung” (§ 3 Nr. 2 f TrinkwV) fallen Versorgungsanlagen, aus denen Trinkwasser entnommen oder an Verbraucher abgegeben wird, die

  • entweder zeitweise betrieben werden und eine Wassergewinnungsanlage sowie ggfs. eine dazugehörige Trinkwasser-Installation beinhalten (z.B. Notbrunnen oder eine Eigenversorgungsanlage auf einem saisonal betriebenen Campingplatz) oder
  • vorübergehend an das Netz eines Wasserversorgers oder an eine Trinkwasser-Installation angeschlossen sind (z.B. mobile Markt- und Verkaufsstände auf Volksfesten).

Bei diesen Anlagen ist dem Gesundheitsamt die Errichtung oder Inbetriebnahme sowie die voraussichtliche Dauer des Betriebes so früh wie möglich anzuzeigen.

Merkblätter für zeitweise betriebene Wasserversorgungsanlagen auf Märkten

Nichttrinkwasseranlagen

Außenzapfstelle zur Brauchwasserentnahme

Als Nichttrinkwasseranlagen werden solche Anlagen bezeichnet, die Wasser führen, welches keine Trinkwasserqualität aufweist und die zusätzlich im Haushalt neben Wasserversorgungsanlagen installiert sein können. Hierunter fallen beispielsweise separate Leitungssysteme für die Versorgung von Toilettenspülungen oder Außenzapfstellen zur Gartenbewässerung, in die Wasser aus einer Brunnenanlage oder einer Regenwasserzisterne eingespeist wird.

Dem Gesundheitsamt ist die Errichtung, die erstmalige Inbetriebnahme der Anlage, die Wiederinbetriebnahme sowie der Übergang des Eigentums oder Nutzungsrechts auf eine andere Person schriftlich oder elektronisch spätestens vier Wochen im Voraus anzuzeigen.

UBA-Ratgeber „Versickerung und Nutzung von Regenwasser” (2005)


Kontakt

Zuständigkeitsbereich „Nord”
(Bischofsheim, Ginsheim-Gustavsburg, Kelsterbach, Raunheim, Rüsselsheim)

Herr G. Kaufmann
Zimmer 103
06152 989-393

 

Zuständigkeitsbereich „Mitte”
(Büttelborn, Groß-Gerau, Mörfelden-Walldorf, Nauheim)

Herr B. Schulz
Zimmer 107
06152 989-208

 

Zuständigkeitsbereich „Süd”
(Biebesheim, Gernsheim, Riedstadt, Stockstadt, Trebur)

Herr U. Wille
Zimmer 106
06152 989-247

 

Fax: 06152 989-104
wasserhygiene@kreisgg.de

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Wilhelm-Seipp-Str. 9
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Sprechzeiten nach Vereinbarung

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
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06152 989-0
Fax: 06152 989-133
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