Ausbildungsförderung

Auusbildung
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Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH)

Was?

  • Mit den ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) erhalten förderungsbedürftige, junge Menschen, die sich in einer Berufsausbildung oder einer Einstiegsqualifizierung befinden, eine zusätzliche Förderung  um Ausbildungsabbrüche zu vermeiden.

Dauer

  • Die Dauer richtete sich nach dem Bedarf. Zeitlicher Umfang: 3-8 Stunden pro Woche, die üblicherweise außerhalb der Arbeitszeit liegen

Inhalt

  • Mit den abH kann auf folgende Bedarfe reagiert werden: Bildungsdefizite, Lücken in der Fachtheorie, Lernhemmungen und Prüfungsängste, Sprachprobleme, Schwierigkeiten im sozialen Umfeld
  • Folgende Hilfen sind  beispielsweise möglich: Wissensvermittlung in Allgemeinbildung oder Fachtheorie; Sprachunterricht; sozialpädagogische Begleitung

Wer?

Aufenthaltsstatus

  • Anerkannte Flüchtlinge, Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte: freier Zugang
  • Asylbewerber_innen: Nur Personen aus Herkunftsländern mit guter Bleibeperspektive (Eritrea, Iran, Irak, Somalia, Syrien)
  • Aufenthaltserlaubnis auf Grund eines nationalen Abschiebeverbots: ab 4. Monate Aufenthalts in Deutschland
  • Geduldete mit Arbeitsmarktzugang und ab dem 13. Monat Aufenthalt in Deutschland
    Siehe auch: Berufliche Qualifizierung > Zugang zu Arbeit, Ausbildung, Praktika > Arbeitsmarktzugang (>) 
  • Sonstige Drittstaatsangehörige: Informationen, siehe unten, Übersicht unter: „Weiterführende Links“

Alter

  • i.d.R. für Personen bis 27 Jahre

Sprachkenntnisse

  • keine formellen Voraussetzungen

Wann?

  • Start jederzeit möglich.

Wo?

  • Im jeweiligen Betrieb, in der Berufsschule oder beim Träger der abH

Wie?

  • Ob eine abH bewilligt wird, entscheidet die Bundesagentur für Arbeit oder das Kommunale Jobcenter. Leistungsberechtigte nach dem SGB II wenden sich an das Kommunale Jobcenter, alle sonstigen Personen an die Bundesagentur für Arbeit.

Kontakt

  • Bundesagentur für Arbeit, siehe (>)
  • Kommunales Jobcenter, siehe (>)

Weiterführende Links

Übersicht zum Zugang zu Ausbildungsförderung für Geflüchtete abhängig vom Aufenthaltsstatus, Hrsg.: IQ-Netzwerk

Übersicht zum Zugang zu Ausbildungsförderung für Drittstaatsangehörige, Hrsg.: IQ-Netzwerk

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) – Flyer für Jugendliche, Hrsg.: Bundesagentur für Arbeit

Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) – Flyer für Arbeitgeber, Hrsg.: Bundesagentur für Arbeit

Ausbildungsberatung (Verweis)

Siehe:

Berufliche Qualifizierung > Beratungsstellen

Berufsausbildungsbeihilfen (BAB)

Kurzinformation

  • Auszubildende, die ihren notwendigen Lebensunterhalt nicht selbst bestreiten können, können Berufsausbildungsbeihilfe bei der örtlichen Bundesagentur für Arbeit beantragen (§ 56 SGB III)
  • Übersichten, welche Personengruppen einen Anspruch auf BAB haben, sind unter „zusätzliche Informationsmaterialien“ verlinkt
  • Kontakt: Bundesagentur für Arbeit, siehe (>)

Links

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), Internetseite der Bundesagentur für Arbeit

Zusätzliche Informationsmaterialien

Übersicht zum Zugang zu Ausbildungsförderung für Geflüchtete abhängig vom Aufenthaltsstatus, Hrsg.: IQ-Netzwerk

Übersicht zum Zugang zu Ausbildungsförderung für Drittstaatsangehörige, Hrsg.: IQ-Netzwerk

Arbeitshilfe – Sicherung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung für junge Menschen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung, Hrsg.: Der Paritätische Gesamtverband

Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen (BaE)

Was?

  • Förderungsbedürftige, jungen Menschen können in außerbetrieblichen Einrichtungen eine duale Ausbildung absolvieren und erhalten dabei eine intensive Begleitung und Unterstützung.

Dauer

  • i.d.R. 3 Jahre

Inhalt

  • Die Ausbildung erfolgt bei einem Bildungsträger in enger Kooperation mit Betrieben und bei Besuch
  • Besuch der Fachklassen in der Berufsschule, flankiert durch Stütz- und Förderunterricht sowie intensiver Vorbereitung auf Zwischen- und Abschlussprüfung durch den Bildungsträger
  • individuelle sozialpädagogische Begleitung

Wer?

Aufenthaltsstatus

  • Anerkannte Flüchtlinge, Asylberechtigte und subsidiär Schutzberechtigte: freier Zugang
  • Aufenthaltserlaubnis wegen Feststellung eines Abschiebeverbots: Zugang ab dem 16 Monat des Aufenthalts in Deutschland
  • Asylbewerber und Geduldete: kein Zugang; ggf. nach 5 Jahren (vgl. SGB III,  §59, Abs. 3)
  • Sonstige Drittstaatsangehörige: Informationen, siehe unten, Übersicht unter: „Weiterführende Links“

Alter

  • bis zu 25 Jahren

Sprachkenntnisse

  • Sprachniveau ca. B2

Wann?

  • regulärer Ausbildungsbeginn zum 01.08. oder 01.09. eines Jahres

Wo?

  • Groß-Gerau, Rüsselsheim

Wie?

  • Ob eine BaE bewilligt wird, entscheidet die Bundesagentur für Arbeit oder das Kommunale Jobcenter. Leistungsberechtigte nach dem SGB II wenden sich an das Kommunale Jobcenter, alle sonstigen Personen an die Bundesagentur für Arbeit.

Kontakt

  • Bundesagentur für Arbeit, Berufsberatung, siehe Bundesagentur für Arbeit (>)
  • Kommunales Jobcenter, U25-Team am jeweiligen Standort, siehe Kommunales Jobcenter (>)

Weiterführende Links

Übersicht zum Zugang zu Ausbildungsförderung für Geflüchtete abhängig vom Aufenthaltsstatus, Hrsg.: IQ-Netzwerk

Übersicht zum Zugang zu Ausbildungsförderung für Drittstaatsangehörige, Hrsg.: IQ-Netzwerk

Einstiegsqualifizierung (EQ)

Was?

  • betriebliches Langzeitpraktikum inkl. Besuch der Berufsschule. Die Einstiegsqualifizierung wird einer Ausbildung vorgeschaltet, um an diese heranzuführen.

Dauer

  • min. 6 Monate, max. 12 Monate

Inhalt

  • Kennenlernen der Anforderungen im Betrieb und im Unterricht an der Berufsschule
  • Eine EQ kommt besonders dann in Frage, wenn eine Person einen Ausbildungsbetrieb gefunden hat, aber unklar ist, ob sie die Anforderungen der Berufsausbildung, insbesondere in der Berufsschule, bereits erfüllen kann.
  • Bei guten Leistungen in der Berufsschule, kann die Dauer der EQ auf eine direkt anschließende Ausbildung angerechnet werden.

Wer?

Aufenthaltsstatus

  • Anerkannte Flüchtlinge, Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte und Personen mit nationalem Abschiebeverbot: Zugang
  • Asylbewerber_innen und Geduldete mit Arbeitsmarktzugang (>)
  • Steht fest, dass an die EQ eine Ausbildung anschließt, so kann im Einzelfall die Ausländerbehörde bereits für die Dauer der EQ eine Ausbildungsduldung ausstellen (Vgl. Erlass des hessischen Innenministeriums vom 14.07.2017 zur Duldungserteilung zum Zwecke der Ausbildung nach §60a Abs. 2 Satz 4ff. AufenthG), siehe auch: Ausbildungsduldung (>)
  • Sonstige Drittstaatsangehörige: Informationen, siehe unten, Übersicht unter: „Weiterführende Links“.

Alter

  • Mindestalter: nach Erfüllung der Vollschulzeitpflicht

Sprachkenntnisse

  • B1-B2

Weiteres

  • wird pro Person nur einmal je Fachgebiet gefördert

Wann?

  • Da die meisten Ausbildungen im September/ Oktober beginnen, starten viele EQs in diesem Zeitraum.
  • Da eine EQ mind. 6 Monate dauert, startet die EQ i.d.R. spätestens im Frühjahr.

Wo?

  • Eine EQ wird im jeweiligen Betrieb absolviert.

Wie?

  • Ob eine EQ bewilligt wird, entscheidet die Bundesagentur für Arbeit oder das Kommunale Jobcenter. Leistungsberechtigte nach dem SGB II wenden sich an das Kommunale Jobcenter, alle sonstigen Personen an die Bundesagentur für Arbeit.

Kontakt

  • Bundesagentur für Arbeit, siehe (>)
  • Kommunales Jobcenter, siehe (>)

Weiterführende Links

Brücke in die Berufsausbildung – Betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ), Hrsg.: Bundesagentur für Arbeit

Kommunales Jobcenter: Förderleistungen U25

Übersicht zum Zugang zu Ausbildungsförderung für Geflüchtete abhängig vom Aufenthaltsstatus, Hrsg.: IQ-Netzwerk

Übersicht zum Zugang zu Ausbildungsförderung für Drittstaatsangehörige, Hrsg.: IQ-Netzwerk

Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BaFöG)

Kurzinformation

  • Das Bundesausbildungsförderungsgesetz (kurz: BAföG) regelt die staatliche finanzielle Unterstützung für die Ausbildung  von Schüler_innen und Student_innen in Deutschland.
  • Über das Aufstiegs-BaföG ist auch die Förderungen der Vorbereitung auf berufliche Fortbildungsprüfungen (Meister_in, Techniker_in, Fachwirt_in, etc.) möglich.

Links

BaföG-Stelle Kreis Groß-Gerau

BaföG allgemein

Aufstiegs-BaföG

Informationsmaterialien

Übersicht zum Zugang zu Ausbildungsförderung für Geflüchtete abhängig vom Aufenthaltsstatus, Hrsg.: IQ-Netzwerk

Übersicht zum Zugang zu Ausbildungsförderung für Drittstaatsangehörige, Hrsg.: IQ-Netzwerk

Arbeitshilfe – Sicherung des Lebensunterhalts während einer Ausbildung für junge Menschen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung, Hrsg.: Der Paritätische Gesamtverband

Qualifizierte Ausbildungsbegleitung in Betrieb und Berufsschule (QuABB)

Kurzinformation

  • Beratung für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe, um Ausbildungsabbrüche im dualen System zu vermeiden.
  • Beratung und Begleitung von Auszubildenden.
  • Durch praktische Unterstützung sowie passgenaue Hilfsangebote werden ratsuchende Auszubildende gefördert.
  • Die Ausbildungsbegleitung ist offen für alle Auszubildenden im Landkreis Groß-Gerau, einschließlich der zwei beruflichen Schulen im Landkreis.

Link

QuABB im Landkreis Groß-Gerau (inkl. Kontaktdaten und Sprechzeiten etc.)

Wirtschaft integriert: Einstiegsqualifizierung (EQ+) und Ausbildungsbegleitung (AB+)

Was?

  • Maßnahme bestehend aus 3 Bausteinen zur Berufsvorbereitung und –begleitung: Berufsorientierung (BO+), Einstiegsqualifizierung (EQ+) und Ausbildungsbegleitung (AB+). Das Plus (+) steht jeweils für die zusätzliche Sprachförderung.
  • Ein direkter Start in EQ+ oder AB+, ohne vorherige Teilnahme an BO+, ist möglich.

Dauer

  • BO+ : 4-6 Monate; EQ+ : 6-12 Monate (Start direkt in EQ+ möglich); AB+ : 2-3,5 Jahre

Inhalt

  • BO+: Erprobung in 3 Berufsfeldern, Kompetenzfeststellung
  • EQ+:  betriebliches Langzeitpraktikum + Sprachförderung. Kein Berufsschulbesuch, stattdessen 1,5 Tage Förderunterricht und Begleitangebot
  • AB+: zusätzlich zur regulären Ausbildung: 4-8 Stunden Stütz- und Förderunterricht

Wer?

Aufenthaltsstatus

  • Personen mit Aufenthaltstitel
  • Asylbewerber_innen und Geduldete mit Arbeitsmarktzugang
    Siehe auch: Berufliche Qualifizierung > Zugang zu Arbeit, Ausbildung, Praktika > Arbeitsmarktzugang (>)

Alter

  • Nach Ende der Vollschulzeitpflicht
  • i.d.R. unter 27 Jahren; Mütter mit Kind: unter 33 Jahren

Sprachkenntnisse

  • mind. A2-B1

Wann?

  • unterjährig

Wo?

  • Darmstadt-Weiterstadt, Groß-Gerau, Wiesbaden

Wie?

  • Zugang direkt bei dem Projekt bzw. dem Träger.
  • entweder einen Einzeltermin vereinbaren oder an einer Informationsveranstaltung teilnehmen (Termine finden sich auf der Homepage von Wirtschaft integriert, siehe „Weiterführende Links“

Kontakt

  • Darmstadt-Weiterstadt : BWHW - Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V, Berufs- und Technologiezentrum, Rheinstraße 84-96, 64295 Darmstadt-Weiterstadt, Herr Yilmaz, Tel: 06151-271057, E-Mail: yilmaz.dogan@bwhw.de

  • Groß-Gerau: BWHW - Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V, Berufs- und Technologiezentrum, Odenwaldstr. 21, 64521 Groß-Gerau, Herr Yilmaz, Tel: 06151-271057, E-Mail: yilmaz.dogan@bwhw.de

  • Wiesbaden: BWHW - Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V, Berufs- und Technologiezentrum, Rheingaustr. 85b, 65203 Wiesbaden, Frau Bachmann, Tel: 0611-7239768006, E-Mail: bachmann.michaela@bwhw.de

Weiterführende Links

Wirtschaft integriert

aktuelle Starttermine und Termine für Informationsveranstaltungen und Sprechstunden

Der Kreisausschuss des Kreises Groß-Gerau
Wilhelm-Seipp-Str. 4
64521 Groß-Gerau

06152 989-0
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