Wie kommen Geflüchtete in den Kreis?

Geflüchtete Menschen, die sich in der Bundesrepublik Deutschland als asylsuchend zu erkennen geben oder bei einer Grenzbehörde melden, werden an die nächstgelegene Erstaufnahmeeinrichtung verwiesen. In Hessen befindet sich diese Erstaufnahmeeinrichtung (HEAE) in Gießen, die mittlerweile mit mehreren Außenstellen organisiert ist. Mit Hilfe des bundesweiten Verteilungssystems EASY (Erstverteilung von Asylsuchenden) wird die zuständige Erstaufnahmeeinrichtung in den Bundesländern ermittelt um eine gerechte Verteilung innerhalb Deutschlands zu gewährleisten. Die Aufnahmequoten der einzelnen Bundesländer bestimmen sich nach dem sogenannten „Königsteiner Schlüssel“.  Dieser errechnet sich jährlich aus den Steuereinnahmen (2/3) und der Bevölkerungszahl (1/3). Asylsuchende werden somit nach der Prüfung durch das EASY-Verfahren in die zuständige Erstaufnahmeeinrichtung (bundesweit) verteilt oder den hessischen Gebietskörperschaften zugewiesen. In welcher Stadt oder Gemeinde Asylbewerber*innen letztendlich aufgenommen werden, hängt von der Kapazität der Bundesländer und Kommunen ab.

In der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung erfolgt die Registrierung durch Aufnahme der Personalien und erkennungsdienstliche Maßnahmen sowie eine Gesundheitsuntersuchung. Die Unterbringung ist so kurz wie möglich geplant, bevor sie in die Landkreise weitergeleitetet werden.

Das Regierungspräsidium Darmstadt verwaltet die Zuweisung der Geflüchteten in die Landkreise und kreisfreien Städte in Hessen. Die Zuweisung der geflüchteten Menschen an die Gemeinden und Städte obliegt dem Kreisausschuss. Das Landratsamt erhält wöchentlich eine Liste des Regierungspräsidiums Darmstadt mit neu zugewiesenen Geflüchteten unter Angabe des Alters, Geschlecht, Herkunftsland und ggf. Familienbindungen, die innerhalb der nächsten sechs Tagen in den Landkreis kommen. Die geflüchteten Menschen werden von der Erstaufnahmeeinrichtung in der Regel in einem Reisebus in den Landkreis befördert und von Mitarbeiter*innen der Kreisverwaltung in Empfang genommen. Danach werden sie in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen und Sozialarbeiter*innen vor Ort in die ihnen zugewiesene Gemeinde oder Stadt gebracht.

Kontakt

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